So wollen die Hertha-Fans Donnerstag die Spieler gegen den HSV im ausverkauften Olympiastadion siegen sehen. Foto: Imago Images/Camera4

Kommt Hertha BSC noch mal mit zwei blauen Augen davon? Hochspannung vorm ersten Relegationsspiel Donnerstag gegen den Hamburger SV (20.30 Uhr, Sat.1). Das Olympiastadion ist mit 74.600 Fans ausverkauft. Bundesliga oder Zweite Liga? Es wird ein Existenzkampf für die Blau-Weißen. Wie gut spielen die Nerven der Spieler mit? Am besten: Kopf aus, Herz an und dann: Haut Sie Vech!

Herthas Trainer Felix Magath gab sich Mittwoch optimistisch vor dem ersten Spiel gegen den HSV. Foto: City-Press/Burmann

Die Spieler haben sich selbst in die Lage gebracht, jetzt kommt es nur auf sie an. Jeder Zoff im Verein ist heute zweitrangig. Als Manager Fredi Bobic nach seiner Zukunft gefragt wird, sagt er klar: „Meine persönliche Zukunft ist zweitrangig. Es geht nur um Hertha BSC. Die Klasse zu halten, ist für den Verein sehr, sehr wichtig.“ Er glaubt, dass seine Profis es noch packen: „Psychisch können sie es aushalten.“

Magath: „Kienbaum, hier kommen die Sieger her“

Seit Dienstag trainiert Hertha im Olympiastützpunkt Kienbaum, um sich auf das Relegationsspiel gegen den HSV vorzubereiten. Foto: City Press/Burmann

Trainer-Methusalem Felix Magath (68) hat alles getan, damit die Spieler nicht ins Grübeln kommen, sondern einfach an sich glauben. Ein Kurz-Trainingslager in Kienbaum, dem Olympiazentrum vor den Toren Berlins, um sich nur auf diese Relegation zu konzentrieren. Magath sagt es mit Überzeugung: „Wir haben diese Sportschule ausgesucht, weil hier die Sieger herkommen.“

Die drei vergebenen Matchpläne zum direkten Klassenerhalt gegen Bielefeld, Mainz und Dortmund wischt der Coach einfach weg. „Ich erinnere mich schon gar nicht mehr daran. Das ist Vergangenheit. Wir haben die Situation im Griff. Mit einem schlechten Gefühl an die Aufgabe rangehen?“, fragt er in die Runde und gibt gleich selbst die Antwort: „Dafür gibt es keinen Grund.“

Unter Magath ist diese blau-weiße Mannschaft zusammengerückt und hat den Kampfmodus für sich entdeckt. „Konditionell macht das Team einen sehr guten Eindruck. Wenn alles normal läuft, haben wir gute Aussichten, die Spiele als Sieger zu verlassen. Aber es gibt immer Unwägbarkeiten. Darauf müssen wir vorher schon vorbereitet sein. Das ist meine Aufgabe“, stellt der Coach klar.

HSV spielt offensiv

Angesprochen auf den Gegner sagt er: „Ich kenne den HSV, habe ihn oft in der Zweiten Liga gesehen. Trainer Tim Walter hat eine Idee, er lässt immer so spielen.“ Nämlich mit bedingungsloser Offensive. Das taktische Gegenmittel ist frühzeitiges Pressing. Genau so hat Magath auch die acht Bundesliga-Spiele bei Hertha bestritten.

Und genau das könnte jetzt der große Vorteil gegen die Hamburger werden. Laufen, rennen und aggressive Zweikämpfe, damit der HSV gar nicht erst ins Rollen kommt. Doch dabei müssen die Nerven mitspielen. Magath beschwört noch mal den Teamgeist und kündigte einen gemeinsamen TV-Abend am Mittwoch mit allen Spielern in Kienbaum an. Süffisant lächelt er: „Ich und die Spieler genießen, das Europa-League-Endspiel der Frankfurter.“ Spaß am Fußball, Kopf aus, Herz an!

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