Herthas Trainer Felix Magath peitschte die blau-weißen Profis zurück in die Erfolgsspur. Sonnabend kann in Bielefeld die Rettungsmission erfolgreich beendet werden.
Herthas Trainer Felix Magath peitschte die blau-weißen Profis zurück in die Erfolgsspur. Sonnabend kann in Bielefeld die Rettungsmission erfolgreich beendet werden. Foto: AFP/MacDougall

Tick, tack, tick, tack! Ab jetzt geht es nur noch um Stunden, Minuten, Sekunden. Schafft Hertha BSC wie im vergangenen Jahr im Endspurt den Klassenerhalt? Die Rettung ist ganz nah. Noch ein Sieg bei Arminia Bielefeld am Sonnabend (15.30 Uhr) und die Blau-Weißen bleiben zu mindestens 90 Prozent im Oberhaus. Trotzdem: Trainer Felix Magath mahnt weiterhin, um die Konzentration der Profis hochzuhalten.

„Es braucht mir keiner was zu erzählen. Wir müssen fokussiert sein auf diese Aufgabe. Ich habe schon so viel im Fußball erlebt. Da ist alles möglich“, sagt Magath und ergänzt: „Diese ganzen Rechnereien vorher bringen nichts. Es interessiert mich kein Hätte, Wäre oder Wenn. Es geht um drei Punkte. Für was sie dann reichen, werden wir dann an der Tabelle sehen.“

Herthas Magath: „Rechnereien bringen nichts“

Trotzdem holt jeder blau-weiße Fan vor lauter Spannung den Rechenschieber raus. Und mit dem kommt man auf diese Ergebnis: Wenn Hertha in Bielefeld gewinnt, ist der direkte Abstiegsplatz 17 auf alle Fälle schon mal verhindert. Konkurrent Arminia hätte dann neun Punkte Rückstand. Es könnte aber noch besser kommen: Wenn Stuttgart zeitgleich zu Hause gegen Wolfsburg verliert, ist der Klassenerhalt amtlich – mit sieben Punkten Vorsprung bei zwei Restspielen ist dann auch die Relegation abgewendet.

Magath: „Gold ist das noch lange nicht“

Herthas Profis haben sich durch die beiden Siege in Augsburg (1:0) und gegen Stuttgart (2:0) nicht nur ein Punktepolster geschaffen, sondern auch an der Selbstsicherheit gearbeitet. Magath sagt es so: „Gold ist das noch lange nicht. Wir haben Bronze erreicht und können in Bielefeld Silber holen.“ Oder mit ganz viel Glück eben doch schon am 32. Spieltag Gold.

Die Blau-Weißen haben den Psycho-Vorteil, denn Bielefeld hat es jetzt am schwersten von allen Abstiegskandidaten. Arminia steht nach nur einem Punkt aus den vergangenen acht Spielen mit dem Rücken zur Wand. Denn nach Hertha wartet noch ein Auswärtsspiel in Bochum und ein Heimspiel gegen Topteam RB Leipzig.

Bielefeld ist im Abwärtstrend

Für Bielefeld ist die Partie gegen die Magath-Truppe wohl die letzte Chance auf Hoffnung. Der Trainerwechsel-Effekt (von Frank Kramer zu Torwarttrainer Marco Kostmann) ist nach dem 1:3 in Köln vergangene Woche schon wieder verpufft. Kostmann sagt jetzt: „Wir können besser Fußball spielen als rechnen.“ Da ist er sich mit Magath völlig einig.

Es werden wieder 90 Minuten harter, gnadenloser Existenzkampf. „Ich kenne die Alm, da ist es immer schwierig. Das wird eine ganz harte Nuss. Für die Arminen ist es ihre letzte Chance, uns mit in den Abstiegskampf reinzunehmen“, sagt der Trainer-Guru. Genau, das ist nämlich die größte Gefahr. Bei einer Auswärtspleite hätte Hertha den Punkte-Puffer zwei Spiele vor Saisonende fast wieder verbraucht.

Das absolute Zittern würde wieder von vorne beginnen. Genau deswegen mahnt Magath seit dem 2:0 gegen Stuttgart jeden Tag und gibt auch eine Botschaft an den Gegner: „Wir sind bereit für den Abstiegskampf, das haben wir in den letzten beiden Spielen gezeigt. Deswegen werden wir da auch so auftreten.“

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