Omar Alderete, Dedryck Boyata und Marvin PLattenhardt versuchten im Hinspiel zu Dritt Haalnd zu stoppen. Klappte nicht! Foto: Koch

19 Bundesliga-Spiele, 19 Tore, davon vier Treffer im Hinspiel gegen Hertha BSC (2:5). Wer soll heute (18.30 Uhr) bloß Dortmunds Mega-Stürmer Erling Haaland (20) stoppen? Trainer Pal Dardai gibt gegen den norwegischen Hünen nur ein Motto aus: Alle Mann gegen Haaland!

„Wir werden gemeinsam versuchen, Haaland zu stoppen. Wir werden es defensiv gemeinsam gegen ihn angehen“, kündigt der Coach der Blau-Weißen an. Bei der 2:5-Heimpleite im November gelang das überhaupt nicht. Der Norweger legte in Halbzeit zwei einen brutalen Viererpack hin. Seine Opfer in der Hertha-Hintermannschaft hießen Torwart Alexander Schwolow, die Verteidiger Peter Pekarik, Dedryck Boyata, Omar Alderete, Marvin Plattenhardt und die Sechser Niklas Stark und Matteo Guendouzi, die der damalige Trainer Bruno Labbadia aufs Feld schickte.

Von diesen sieben Spielern ist nur noch Stark in der Startelf, aber nicht mehr im defensiven Mittelfeld, sondern als zentraler Chef in einer Dreier-Abwehrkette mit Lukas Klünter und Marton Dardai, die der Coach etabliert hat.

Auch gegen das Topteam aus Dortmund vertraut Pal Dardai den Dreien die Hammeraufgabe gegen Haaland an. „Die drei haben zuletzt sehr gut funktioniert und gut zusammengearbeitet“, erklärt Dardai und schiebt locker hinterher: „Unser Papa-Bär Niklas führt seine Mitspieler sehr gut.“

Doch nicht nur der aktuelle Kapitän bekommt besonderes Trainer-Lob, sondern auch Rekordeinkauf Lucas Tousart, der im Hinspiel nicht zum Einsatz kam. Der Franzose wird seit Wochen immer besser. Dardai: „Lucas macht gerade einen Riesenjob. Auf ihn wird es auch ankommen, um Haaland und die Dortmunder Offensivabteilung in den Griff zu bekommen.“ Nebenmann Santiago Ascacibar muss die Grätsche herausholen. Auf den Flügeln sind Deyo Zeefuik und Maxi Mittelstädt wohl mehr in der Defensive beschäftigt, damit Haaland keine Flanken und Pässe bekommt.

Nicht vor Ehrfurcht erstarren, sondern mit Mut und Spaß an die Bearbeitung von Haaland herangehen. Sportdirektor Arne Friedrich, der frühere Nationalverteidiger, würde am liebsten selbst auf den Platz gehen: „Ich würde total gerne gegen Haaland spielen, es ist doch eine unfassbare Herausforderung, gegen die Besten zu spielen.“ Kommt der Norweger trotzdem zum Torschuss, sagt Dardai: „Dann hält halt unser Torwart Rune Jarstein.“ Allen bei Hertha ist klar: Trifft der Norweger nicht, ist wirklich eine Überraschung drin.