Torwart Rune Jarstein hatte bei Herthas 1:0-Test in Babelsberg nicht viel zu tun. Doch er genoss sein Comeback mit allen Sinnen.
Torwart Rune Jarstein hatte bei Herthas 1:0-Test in Babelsberg nicht viel zu tun. Doch er genoss sein Comeback mit allen Sinnen. Imago Images/nordphoto/Engler

Das war ein filmreifes Comeback für Herthas Torwart Rune Jarstein (37) mit Happy End. In der Filmstadt Babelsberg stand der Norweger bei Herthas 1:0-Testspiel nach 468 Tagen Zwangspause wegen schwerer Corona-Erkrankung mit Herzmuskelentzündung  und Knie-OP wieder im Tor. Was für ein schöner Rune-Tag!

In der ersten Halbzeit saß Jarstein wie abgesprochen noch auf der Bank und genoss den wunderschönen 16-Meter-Schuss von Marco Richter zum 1:0 (9.). Und er konnte sich darauf einstellen, dass der Regionalligist auch seine Torchancen bekam, denn Babelsberg versteckte sich nicht.

In der Pause ging Jarstein dann mit entschlossenen Schritten zum Aufwärmen in den Kasten. Herthas neue Nummer 1 Oliver Christensen klatschte mit ihm ab und Herthas Fans, die auf der Tribüne direkt hinter dem Tor standen, jubelten. Torwarttrainer Andreas Menger schoss aus allen Rohren.

Herthas-Fans feiern Rune Jarstein

Rune war heiß auf sein langersehntes Comeback, an das er in manchen harten Momenten zweifeln musste. Er hatte wegen Corona eine Herzmuskelentzündung und konnte sich im Frühjahr 2020 teilweise nur im Rollstuhl fortbewegen. Jetzt kann er wieder das machen, was er am liebsten macht – im Tor stehen. Als der Stadionsprecher ihn ankündigte, klatschten die Fans minutenlang.

Nach 13 Minuten eine brenzlige Situation für Jarstein, als Marc-Oliver Kempf einen Rückpass auf ihn schlampig spielte. Den Hertha-Anhängern war es egal. Sie feierten ihren Oldie-Keeper mit „Rune Jarstein“-Chorgesängen. Rune ist zurück im Team und war nach dem Abpfiff happy: „Ich bin total froh über diesen Tag. Es ist einfach ein geiles Gefühl. Dazu noch unsere Fans im Rücken.“

Jarstein ist wieder zurück und sagt: „Ich fühle mich körperlich wieder fit. Natürlich fehlt mir jetzt noch Spielpraxis. Aber ich habe noch ein Jahr Vertrag bei Hertha und möchte auch so lange spielen.“

So spielte Hertha in der 1. Halbzeit: Christensen – Kenny, Uremovic, Torunarigha, Plattenhardt – Boateng – Serdar, Darida – Richter, Selke, Maolida

So in der 2. Halbzeit: Jarstein – Eitschberger, Gechter, Kempf, Ullrich – Ascacibar – Tousart, Mittelstädt – Lukebakio, Wollschläger (68. Scherhant), Dilrosun

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