Voller Einsatz: Herthas Torhüter Rune Jarstein kämpft um seinen Platz zwischen den Pfosten.  Foto:  City-Press

Es ist das spannendste blau-weiße Duell der Vorbereitung. Herausforderer Alexander Schwolow (28) und der bisherige Platzhirsch Rune Jarstein (35) geben im Training alles. Auffällig: Herthas Torhüter-Kampf wird immer lauter.

„Bravo“ und „Passt auf“ schallt es von der einen Seite über den Schenckendorffplatz. „Kommt, Männer“ und „Aufwachen“ ist aus der anderen Richtung zu hören. Keine Frage, Herthas Keeper zeigen beim Trainingsspiel genau das, was Trainer Bruno Labbadia von seinen Schlussmännern forderte: „Der Torhüter muss den Ton angeben und bei Bedarf den Rhythmus wechseln.“

Alexander Schwolow besticht unter anderem durch seine Spieleröffnung. Im Training macht der Keeper durch schnelle Abwürfe das Spiel schnell.  
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Der immer lauter werdende Kampf um den Nummer-eins-Status bei Hertha BSC macht auch den Kollegen Spaß. Als Jarstein auf dem Boden gleich zweifach gegen Stürmer Jessic Ngankam klärt, gibt es für den Norweger Szenenapplaus von den Mitspielern.

Auch Schwolow zeigt, was er über Jahre beim SC Freiburg gelernt hat. Mal ein kluger Pass in die Schnittstelle, mal ein schneller Abwurf auf den durchstartenden Stürmer Kris Piatek. Qualitäten, die er bereits beim internen Test zeigte. Und ihm Labbadia-Lob einbrachten: „Alex war fußballerisch gut, er dirigiert seine Mannschaft schon.“

Als Mittwoch-Sieger ging übrigens Jarstein vom Platz. Sein Team siegte mit 9:8, weil Schwolow kurz vor Schluss gegen Peter Pekariks gefühlvollen Heber machtlos war.

Doch das letzte Wort ist im blau-weißen Torhüter-Duell noch lange nicht geschrien, äh, gesprochen …