Herthas Niklas Stark im Duell mit Unions Christopher Trimmel. So hart wird es auch Sonnabend im neunten Duell zugehen.  Foto: City-Press GmbH

Auf ins neunte Stadtduell! Nach jeweils vier Spielen in der Zweiten Liga und der Bundesliga folgt am Sonnabend (18.30 Uhr) das neunte Derby zwischen Hertha BSC und dem 1.FC Union. Bei den Fans und den Spielern knistert es jetzt langsam immer mehr. Der blau-weiße Kapitän Niklas Stark (26) freut sich schon auf den Anpfiff in der Alten Försterei: „Das wird ein geiles Derby!“

Union steht auf dem achten Tabellenplatz, Hertha liegt mit vier Punkten Rückstand nur auf Rang 13. Doch deswegen ist für den Innenverteidiger der Stadtrivale aus Köpenick noch lange nicht Favorit. „Es kann ein knappes Spiel werden, es wird sehr kampfintensiv. Nicht nur, weil es ein Derby ist, sondern, weil beide Mannschaften so eingestellt sind, dass sie über Kompaktheit und Kampf kommen werden“, prophezeit Stark.

Der gebürtige Franke machte bisher drei Bundesliga-Derbys mit. Sein schönstes Erlebnis war das 3:1 im leeren Olympiastadion im Dezember 2020, als wegen der Pandemie keine Zuschauer kommen durften. „Wir sind damals nach dem Abpfiff zur leeren Ostkurve gegangen und haben La Ola gemacht. Es klingt komisch, aber wir haben während der 90 Minuten die Verbundenheit zu den Fans gespürt und wollten uns so für die Unterstützung bedanken.“

„Im Moment weiß jeder, was er zu tun hat“

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Damals herrschte noch Unruhe im Verein und zwei Monate später wurden Ex-Manager Michael Preetz und Trainer Bruno Labbadia gefeuert. Pal Dardai kam als Trainer zurück. Und jetzt, nach neun Monaten, sieht Hertha langsam wieder wie ein echtes Team aus. Stark: „Wir hatten am Anfang nicht das Konstrukt gehabt, das wir jetzt gefunden haben. Im Moment weiß jeder, was er zu tun hat. Wir haben in den letzten Spielen schon eine gewisse Kompaktheit an den Tag gelegt.“

Es gibt ein neues Selbstbewusstsein in der Mannschaft und deswegen gibt es von Stark auch eine Kampfansage an Union: „Jetzt haben wir uns gefunden, es fühlt sich auch besser an auf dem Platz. Wenn wir unsere Stärken ausspielen, werden wir auch drei Punkte holen.“

Extramotivation? Nicht nötig!

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Stark ist seit 2015 im Klub, im Sommer 2022 läuft sein Vertrag aus. Er pokert gerade mit Manager Fredi Bobic um eine Verlängerung. Doch das ist jetzt erst mal nicht wichtig, denn es ist Derby-Zeit. Stark: „Ich konzentriere mich auf das nächste Spiel. Das ist der Fokus.“ Nach dem Saisonfehlstart hat sich Hertha einigermaßen gefangen, nach den spielerischen Fortschritten müssen aber auch die Punkte folgen. Dafür wäre jetzt genau der richtige Zeitpunkt.

Denn so ein Derbysieg bringt mehr als nur drei Zähler. Es geht ums Prestige, um die Frage: Wer ist denn nun momentan die Nummer 1 in der Stadt? Stark weiß es, er will mit seinen Mitspielern die blau-weißen Fans glücklich machen und sagt: „Für das Derby ist keine Extramotivation nötig.“

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