Marc Kempf ließ nach der Heimpleite richtig Dampf ab.
Marc Kempf ließ nach der Heimpleite richtig Dampf ab. Foto: Imago Images/Räppold/Koch

Da ließ einer aber seinen ganzen Frust nach Herthas 1:4-Heimklatsche heraus. Marc Kempf kam im Winter vom VfB Stuttgart. Der Verteidiger sollte die Abwehr stabilisieren, damit die Blau-Weißen irgendwie den Klassenerhalt schaffen. Danach sieht es gerade nicht aus und Kempf legte vor laufender TV-Kamera los...

Kempf: „Hier muss jeder mal seinen Arsch aufreißen“

„Ja klar, ich angefasst.  Das ist einfach zu wenig. Ich weiß nicht, ob einige noch nicht begriffen, dass wir im Abstiegskampf sind. Taktik ist scheißegal, es kommt auf die Einstellung an. Jeder weiß, dass es als Mannschaft zwei Ticken zu wenig war. Wir müssen begreifen, dass wir im Abstiegskampf sind. Wir waren zu lange Statisten, die zugeschaut haben, dabei müssen wir brennen und alles für drei Punkte geben“, sagte er wütend. Und dann legte er nach: „Ich bin seit ein paar Wochen hier. Ich habe hier noch kein Spiel gewonnen und mich kotzt das extrem an. Hier muss jeder mal seinen Arsch aufreißen.“

Was er anspricht ist nicht neu. Irgendwie fehlt eine Hierarchie, ein Teamgeist und der letzte Biss in dieser Truppe. Das hat Kempf nun nach sieben Wochen bei den Blau-Weißen festgestellt. Aber auch er machte mehrere Fehlpässe, ließ sich auch von der Lethargie anstecken. Dazu sagt Kampf: „Fehler sind scheißegal, jeder kann Fehler machen. Es geht darum, dass man das als Mannschaft ausbügelt. Davon sind wir ein Stück weit entfernt.“

Selke: „Alle müssen sich hinterfragen“

Auch Stürmer Davie Selke sieht es ähnlich: „Wir müssen mal Sachen im Team klar ansprechen. Wir schenken das hier fast weg. Alle im Team müssen sich mal hinterfragen. Wir müssen das als Team lösen und da gehört der Trainer auch dazu. Gemeinsam müssen wir es lösen - Mannschaft und Trainerteam.“

Hoffentlich kommt diese Erkenntnis nicht zu spät. Eine echte Teamaussprache hätte schon vor Wochen passieren müssen.

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