Marco Richter kam schweißgebadet direkt vom Training und stellte sich den Fragen der Journalisten. Imago

Da schwebt jemand auf Wolke sieben! Herthas neuster Zugang Marco Richter brennt auf sein Debüt mit der Fahne auf der Brust. Schweißgebadet von seiner zweiten Trainingseinheit gibt der dynamische Offensivspieler auch in seiner ersten Medienrunde mächtig Gas. Richter will als Herthaner den Sprung in die A-Nationalmannschaft packen und verrät, dass der kuriose Tausch mit Arne Maier auch einen Vorteil haben könnte.

„Klar, hätte ich gerne mit Arne gespielt. Wir haben uns bei der U21-Nationalmannschaft gut verstanden. Aber so ist nun mal der Fußball“, erklärt Richter trocken.

Lesen Sie auch: Von wegen Abschied! Abwehrchef Dedryck Boyata bleibt Herthaner >>

Richter: Herthas Kader verspricht Großes

Etwas Positives kann er Maiers Wechsel zu seinem Ex-Klub Augsburg aber auch abgewinnen. Herthas Sieben-Millionen-Mann: „Wir haben uns natürlich gegenseitig viel Glück gewünscht und uns bereits über unsere Wohnungen ausgetauscht. Vielleicht zieht er in meine und ich in seine. Mal schauen.“

City-Press
Marco Richter, hier im Duell mit Deyo Zeefuik, will mit seiner Dynamik für Torgefahr bei Hertha BSC sorgen.

Ähnlich wie Maier verließ auch Richter seinen Jugendklub. Seit seinem 15. Lebensjahr schnürte Richter, der unweit von Augsburg geboren und aufgewachsen ist, seine Schuhe für den FCA. Weil es Zeit für eine Veränderung war, sei er Feuer und Flamme gewesen als Hertha-Sportchef Fredi Bobic bei ihm anrief. „Das waren turbulente Tage. Es ist mein erster Vereinswechsel im Profifußball. Ich war sehr angespannt, obwohl ich den Schritt unbedingt machen wollte. Jetzt bin ich einfach nur happy.“

Lesen Sie auch: Ex-Spieler Arne Maier erklärt: Hertha-Ausbruch für den Durchbruch >>

Warum das so ist? „Berlin ist die Hauptstadt, Hertha ein geiler Verein. Der Kader verspricht Großes. Ich wollte das unbedingt. Es gab keinen Plan B“, verrät Richter und schiebt mit einem Lachen hinterher: „Gut, dass es geklappt hat.“

Herthas Richter: „Ich werde alles reinschmeißen“

Ein konkretes Ziel hat sich der auf allen offensiven Positionen einsetzbare U21-Europameister nicht vorgenommen. Nach 97 Liga-Spielen mit 12 Toren und 12 Vorlagen sagt Richter: „Ich will so viele Tore machen, Assists geben wie möglich, mich hier weiterentwickeln und für die Nationalmannschaft empfehlen.“

Die erste Gelegenheit wird er am Sonntag in Köln (17.30 Uhr) bekommen. Trainer Pal Dardai: „Wir haben ihn nicht umsonst geholt. Er ist ein Junge, der sehr viel marschieren, aber auch ein Spiel lesen kann. Dafür hat er die Kapazität, die Laufbereitschaft.“

Und das will Richter sofort beweisen. „Ich kann es kaum in Worte fassen, hier zu sein. Ich brenne auf einen Einsatz und werde sofort Vollgas geben. Wenn der Trainer mich reinschmeißt, werde ich alles reinschmeißen.“

Lesen Sie auch: Cunha soll in Köln spielen: Hertha-Poker um Cornet und Radonjic geht in die heiße Phase >>