Hertha-Profi Myziane Maolida durfte sich vor dem Spiel gegen Bielefeld wieder mal nur aufwärmen. Foto: City-Press

Der neue Bundeskanzler Olaf Scholz hatte diese Woche schwierige Entscheidungen zu treffen und musste sich entscheiden, wer seine SPD-Minister im Bundeskabinett werden. In der Politik kommt das meistens alle vier Jahre vor, wenn nicht vorher jemand seinen Posten räumen muss. In der Bundesliga sind Personalwechsel jede Woche – oder auch alle drei Tage - üblich.

Herthas neuer Trainer Tayfun Korkut musste also vor dem Spiel gegen Bielefeld Kanzler spielen. Die Bildung des blau-weißen  Elf-Mann-Kabinett hatte es in sich. Vladimir Darida oder Suat Serdar? Korkut beantwortete die Frage ganz einfach: Beide spielen.

Darida als Sechser und Serdar als linker Flügelspieler. Und Serdar machte seine Sache auf der neuen Position gut, Hertha gewann 2:0. Erfolg gibt Herthas Kanzler Korkut Recht. Das Problem nur: Weil Serdar spielte, drückte Myziane Maolida, der vor einer Woche beim 2:2 in Stuttgart noch in der Startelf stand, die Bank. Er wurde nicht mal eingewechselt und ging völlig leer aus.

Der junge Franzose saß wieder mal nicht am Kabinettstisch. Er darf jetzt nicht seinen Kopf hängen lassen. Denn Dienstag beim Spiel in Mainz könnte wegen Kräfteschonung rotiert werden und Darida pausieren und dafür Maolida spielen. Das ist das Schöne: Im Fußball wird schneller mal gewechselt als in der Politik.

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