Matteo Guendouzi im Zweikampf mit Wolfsburgs Ridle Baku. Der neue Mittelfeldspieler übernahm bei seinem Debüt sofort Verantwortung. Foto: City-Press

Nur 1:1 gegen den VfL Wolfsburg, immer noch kein Heimsieg in der laufenden Saison. Trotz der zwei verlorenen Punkte bleibt Herthas Trainer Bruno Labbadia optimistisch, weil er Fortschritte im Team sieht und jetzt auch noch einen neuen Hoffnungsträger hat: Matteo Guendouzi (21).

Der junge Franzose feierte gegen die Wölfe ab der 57. Minute sein Bundesliga-Debüt und überzeugte gleich im Mittelfeld. „Matteo hat das sehr gut gemacht. Er hat Bälle gefordert, sie immer wieder nach vorne geschleppt und präzise, einfache Pässe gespielt. Er tut unserem Spiel gut“, lobte Labbadia den Lockenkopf. Nach dem Abgang von Marko Grujic haben die Blau-Weißen endlich wieder eine ordnende Hand im Mittelfeld.

Der ehrgeizige Stratege, der am 5. Oktober für ein Jahr vom FC Arsenal London ausgeliehen wurde, hatte in Berlin einen schwierigen Start. Bei der Länderspielereise mit Frankreichs U21 infizierte er sich mit dem Coronavirus und musste für zehn Tage in Quarantäne. Erst vergangene Woche konnte er mit der Mannschaft trainieren. Vor dem Spiel hatte gegen Wolfsburg er gehofft: „Ich bin fit, ich kann 90 Minuten spielen.“

Der erfahrene Coach Labbadia freute sich zwar über den Willen, doch im Vier-Augen-Gespräch machte der Trainer seinem neuen Spieler klar, dass er nur eingewechselt wird. „Das hat er völlig normal aufgenommen. Man darf nicht vergessen, dass Matteo im vergangenen halben Jahr nicht so häufig gespielt hat. Und er muss erst mal seine Mitspieler richtig kennenlernen“, so Labbadia.

Der 33-Minuten-Auftritt macht Hoffnung. „Er hat ein gewisses Extra. Er braucht jetzt Spielpraxis. Ich war zufrieden mit ihm, wie auch mit dem ganzen Team“, so Labbadia.

Trotzdem steht Hertha mit nur vier Punkten weiter im Tabellenkeller. Auch da bleibt der Trainer entspannt: „Klar haben wir zu wenige Punkte, doch wir bauen hier eine neue Mannschaft auf. Ich sehe eine Entwicklung. Ich bin total überzeugt von unserem Weg. Über kurz oder lang werden wir wieder Erfolg haben.“

Guendouzi konnte dabei eine sehr wichtige Rolle spielen. Vielleicht schon Sonnabend in Augsburg – dann sogar in der Startelf.