Im Pokal in Meppen sprnag SElke am höchsten und nickte zum 1:0-Siegtor ein. Klappt es Sonntag auch in Köln? Foto: dpa

Genug Kondition trainiert, genug ausprobiert, genug getestet. Jetzt geht es endlich wieder um Punkte! Hertha BSC startet Sonntag (17.30 Uhr) beim 1. FC Köln in die Bundesliga-Saison. Nach zwei verkorksten Spielzeiten ein Neuanfang für das Team und noch mehr für Stürmer Davie Selke (26).

Bei der Generalprobe, beim 1:0-Pokalsieg in Meppen hat Selke schon mal geliefert. Er köpfte in der Nachspielzeit zum 1:0 ein. „Davie ist dabei so hochgestiegen, das hat mich an einen Bergsteiger erinnert“, lobte Trainer Pal Dardai seinen derzeitigen Stürmer Nummer 1.

Ätsch! So bejubelte Selke sein Pokaltor. In der Bundesliga muss er noch öfter treffen. Foto: Imago Images

„Bergsteiger“ Selke hatte vorher ein fußballerisches Tal im flachen Norddeutschland durchschritten. An Werder Bremen ausgeliehen und abgestiegen. „Das war nicht einfach. Ich habe mich selbst hinterfragt: Wie kann ich besser werden“, gab er in der Vorbereitung zu.

Als er im Sommer zurück zu den Blau-Weißen kam, spürte er große Dankbarkeit.  „Es ist eine Chance für mich und ich habe das große Glück, dass ich bei Hertha BSC einen Vertrag habe. Das weiß ich zu schätzen", sagt der Angreifer.

Dardai: „Davie ist wertvoll für das Team“

Selke versucht nicht nur Tore zu schießen (O-Ton: „Ich will präsent sein und auffällig sein. Ich will da sein, wenn die Bälle reinfliegen.“). Er ackert auch für das Team. Genau das sieht auch Dardai und hat ihn schon vor dem Abgang von Jhon Cordoba zum Stammstürmer gemacht. „Davie ist wertvoll für die Mannschaft. Er pusht und arbeitet. Natürlich kann er sich noch verbessern. Daran arbeiten wir“, erklärt der Trainer.

Die Chemie zwischen den beiden stimmt. Für Selke ist das das zweite große Glück, dass er wieder mit Dardai zusammenarbeiten kann. Unter ihm brachte er immer Leistung. In einem Interview mit seinem Vater Teddy Rupp hat der Stürmer mal gesagt: „Es gab Trainer die waren wichtiger und welche die waren weniger wichtiger. Es gab immer Trainer, die setzen sich mit mir auseinander. Dann will ich sie auch nicht enttäuschen. Da will man was zurückgeben.“

Konkret zu Dardai sagt er: „Ich habe mich bei ihm immer sehr wohlgefühlt. Wir haben eine gute Verbindung. Er ist ein väterlicher Typ, so etwas mag ich. Und er ist ehrlich: Wenn du gut gespielt hast, sagt er: war nicht schlecht. Wenn du scheiße spielst, sagt er dir das in seinen Worten auch klar.“

Hoffentlich sagt Dardai Sonntag nach dem Abpfiff in Köln wieder: „Davie, das war nicht schlecht.“

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