Herthas Stürmer Davie Selke und Ishak Belfodil sind bei Magath gerade erste Wahl in der Offensive. Foto: imago images

Davie Selke (27) traf, Joker Ishak Belfodil (30) auch. Nach Herthas 2:0 gegen den VfB Stuttgart tüftelt Trainer Felix Magath an noch mehr Durchschlagskraft im Angriff. Warum nicht bei Arminia Bielefeld am Sonnabend (15.30 Uhr) gleich von Anfang an mit einer Doppelspitze?

Magath ist da ganz flexibel. Bisher ließ er immer nur einen Stürmer los: Erst Belfodil, dann Stevan Jovetic (wieder verletzt) und zuletzt Selke, der gegen Stuttgart vor seiner Auswechslung eine Viertelstunde mit Belfodil (den hatte Magath in Augsburg noch aussortiert wegen mangelnder Trainingsleistung) zusammenspielte. Jetzt sagt der Coach: „Man hat gesehen, wenn Davie einen Partner vorne hat, kommt er noch besser zurecht. Sie passen gut zusammen. Man kann durchaus darüber nachdenken, dass man in Zukunft auch vorne so spielen kann.“

Magath rätselt noch

Herthas Trainer Felix Magath schaute in dieser Woche genau auf das Sturmduo Selke und Belfodil. Foto: imago images/Räppold/Koch

Donnerstag sagte der Trainer-Guru mit Pokerface dann zu den Journalisten: „Ich spiele gerne, lassen Sie mich noch ein bisschen mit meinen Gedanken spielen. Ganz sicher bin ich mir noch nicht.“

Selke, der bisher einen schweren Stand bei allen drei Trainern der Saison hatte, ist gerade im Aufwind – rechtzeitig zum Abstiegsendspurt. Er ist sowieso gesetzt. Magath verteilt Extra-Lob an den Stürmer: „Ich beurteile einen Spieler nicht nur danach, ob er trifft oder nicht. Davie Selke war auch letzte Woche in Augsburg ein ganz wichtiger Spieler für uns. Er hat viel gearbeitet. Jetzt hat er gegen Stuttgart ein Tor geschossen, aber er hat auch wieder viel gearbeitet. Das ist das, was man von ihm erwartet hat.“

Selke will nicht wieder absteigen

Vergangenes Jahr war Selke als Leihstürmer mit Bremen abgestiegen. Er will kein Déjà-vu bei Hertha erleben. „Wenn man so etwas miterlebt, ist nie alles richtig gelaufen“, sagte Selke nach seiner Rückkehr zu den Blau-Weißen im Sommer 2021. Diesmal will er alles richtig machen und gibt Vollgas für die blau-weiße Rettung.

Bei Belfodil schaut Magath beim Training in dieser Woche genau hin, ob der Algerier wieder Vollgas gibt. Nur dann gibt es eine Doppelspitze. Nachdem die Defensive wieder einigermaßen stabil ist, nimmt sich Magath jetzt den Sturm vor.

Auch Vorgänger Tayfun Korkut spielte mit zwei Stürmern, aber ohne Erfolg. Nur 13 Tore in 13 Spielen (genau wie bei Vor-Vorgänger Pal Dardai). Bei Magath sind es nach fünf Spielen acht Treffer. Doch das reicht Magath noch nicht. Denn er weiß, dass der dritte Sieg in Folge bei Arminia so wichtig wäre. Es könnte schon der Klassenerhalt werden. Und dafür braucht er Tore …

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