Herthas Trainer Felix Magath will die Spieler Sonntag wieder kämpfen sehen und heizt schon mal ein. Foto: imago images/Räppold/Koch

Nächstes Spiel im Abstiegsendspurt, nächster Sieg? Hertha BSC kann Sonntag (17.30 Uhr) gegen den VfB Stuttgart einen riesigen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen. Ein Dreier im direkten Duell mit dem Verfolger aus dem Ländle sind diesmal sechs Punkte wert. Das heißt aber auch doppelt so viel Kampf! Trainer Felix Magath (68) bläst gegen den VfB zur Attacke!

Nach dem 1:0 in Augsburg und dem Sprung auf Rettungsplatz 15 vergangene Woche kann der Vorsprung mit einem Sieg auf den Tabellen-16. auf vier Punkte ausgebaut werden. „Wir haben festgestellt, dass gerade dieser Kampf uns den Sieg in Augsburg gebracht hat. Nichts anderes wird auf die Stuttgarter zukommen. Wir werden fighten bis zum Schluss“, kündigt Magath an. Das ist eine echte Kampfansage.

Die rund 45.000 Fans im Olympiastadion werden keine hilflosen spielerischen Versuche der blau-weißen Profis sehen, sondern puren Überlebenskampf im Oberhaus. Kompaktes Mittelfeld, aggressive Duelle, Zerstörung des gegnerischen Spielaufbaus. Es geht nur um die drei Punkte. Die Spieler wollen auch ein Stück Wiedergutmachung nach der 1:4-Derby-Pleite gegen Union vor zwei Wochen betreiben.

Magath: „Spielerisch? Das streben wir nicht an!“

Sie müssen auch beweisen, dass nach einem Sieg Schlendrian und Spielkunst momentan keinen Platz haben. Magath ermahnt deswegen alle noch mal: „Wir wissen, dass Stuttgart eine spielstarke Mannschaft mit schnellen Offensivspielern hat, aber bei uns war der Kampf ja oft nicht dabei und wir haben versucht, es spielerisch zu lösen. Das streben wir natürlich nicht an.“

Deswegen wird auch diesmal nicht Ishak Belfodil in der Startelf stehen, sondern wieder Fleiß-Stürmer Davie Selke. Große Änderung gibt es auch sonst nicht. Der gelbgesperrte Marco Richter wird durch Maxi Mittelstädt ersetzt.

Boateng als Boss gesetzt

Herthas Kevin-Prince Boateng (l.) im Zweikampf mit Augsburgs Niklas Dorsch. Foto: dpa

Anführer bleibt Kevin-Prince Boateng (35). „Prince war ein wesentlicher Faktor für das Ausburg-Spiel, der die Mannschaft geführt hat und Struktur reingebracht hat. Da brauchen wir nicht Versteck spielen: Selbstverständlich wird er auch am Sonntag auf dem Feld so Regie führen.“

Wie lange die Kräfte bei dem Routinier mitspielen, wird sich zeigen. Doch der Ur-Herthaner wird so lange wie möglich auf die Zähne beißen – gnadenlos gegen sich selbst und gegen Stuttgart …

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