Herthas Matheus Cunha (M.) droht für sein Wortgefecht mit der Kölner Bank vergangene Woche noch bestraft zu werden.  Foto:  Ottmar Winter

Das wäre richtig bitter! Herthas Spielmacher Matheus Cunha (21) könnte noch am Donnerstag oder gar erst am Freitag vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) für das Heimspiel gegen den SV Werder Bremen (Sonnabend, 18.30 Uhr) gesperrt werden. 

Hertha will zu dem laufenden Verfahren nichts sagen. Pressesprecher Max Jung erklärte auf KURIER-Nachfrage: „Nach unserem Kenntnisstand erwarten wir eine Entscheidung noch vor dem Wochenende.“

Was war überhaupt passiert? Cunha soll sich in der umkämpften Schlussphase beim 0:0 in Köln beleidigend in Richtung der FC-Bank geäußert haben. Weil der Schiedsrichter und offensichtlich auch der vierte Offizielle nichts gehört haben sollen, schallte sich der Kontrollausschuss des DFB ein und forderte von Cunha eine Stellungnahme. 

Bereits nach dem Spiel hatten beide Trainer die Szene versucht zu relativieren. „Wir sollten die Kirche im Dorf lassen. Wenn wir alles auf die Goldwaage legen, was Spieler und Trainer zwischendurch miteinander haben, machen wir das Spiel kaputt“, sagte Hertha-Trainer Bruno Labbadia und betonte: „Matheus hat sich direkt danach während einer Verletzungspause entschuldigt.“

Auch Köln-Coach Markus Gisdol forderte, es dabei zu belassen. „Ich spiele nicht den Polizisten und sage, was das hätte geben müssen. Wir sind alle keine Lämmer auf dem Sportplatz“, erklärte Gisdol.