Lukas Klünter (r.) feierte nach fast einem Jahr unter Trainer Pal Dardai sein Startelf-Comeback – und will nun am Freitag den FC Bayern und Kingsley Coman (l.) ärgern. Foto: Imago

Er war eine der größten blau-weißen Überraschungen bei der 1:3-Pleite bei Eintracht Frankfurt. Pal Dardai (44) zauberte bei seinem Cheftrainer-Comeback neben Torhüter Rune Jarstein (35) auch Lukas Klünter (24) aus dem Hut. Für den Rechtsverteidiger war es dann das Ende einer langen Durststrecke. Große Freude kam nach seinem ersten Startelf-Einsatz nach 331 Tagen Reservisten-Dasein allerdings nicht auf.

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„Das bringt uns aber natürlich nichts, wenn wir mit leeren Händen heimfahren“, sagte Klünter über das phasenweise passable blau-weiße Spiel am Main. Knackpunkt sei gewesen, dass Hertha die 1:0-Führung durch Kris Piatek keine zwei Minuten später direkt wieder aus der Hand gab: „Wir haben uns vorgenommen, nach der Führung so kompakt wie möglich zu stehen. Leider ist uns das nicht gelungen. Bis zum Gegentor haben wir nur wenige wirklich gefährliche Flanken zugelassen, das ansonsten ganz gut verteidigt“, sagte Klünter und erklärte: „Man muss bedenken, dass der Trainer erst seit fünf Tagen da ist.“

Frust unter Labbadia

Fünf Tage, in denen sich auch Klünter Welt mächtig drehte. Unter Ex-Trainer Bruno Labbadia sah er partout kein Land. Bereits im Sommer erteilte er Klünter deswegen eine Wechsel-Freigabe. Doch Klünter blieb, auch aus Mangel an attraktiven Alternativen mitten in der Corona-Krise.

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Das Aussitzen hat sich für den smarten 24-Jährigen, der in seiner Freizeit gerne auch mal zu Pinsel und Spachtel greift, gelohnt: Neben Jarstein und Santiago Ascacibar feierte er sein Saison-Debüt. Nach Lob vom Trainer zeigt sich Klünter angriffslustig: „Ich bin froh, wieder das Vertrauen bekommen zu haben. Wir haben nicht viel Zeit, um da unten rauszukommen. Jetzt müssen wir am Freitag gegen den FC Bayern (20.30 Uhr, DAZN) punkten.“