Herthas Spieler rücken noch enger zusammen. Dienstag steigt das Abstiegsduell beim VfB Stuttgart.
Herthas Spieler rücken noch enger zusammen. Dienstag steigt das Abstiegsduell beim VfB Stuttgart. imago images

Endspurt in die Winterpause, stolpern ist verboten. Hertha BSC muss Dienstag (20.30 Uhr) in Stuttgart ran, am Sonnabend (15.30 Uhr) geht es gegen den 1. FC Köln. Die brutale Realität hat die Blau-Weißen eingeholt. Es ist Abstiegskampf, es ist erst der 14. Spieltag und Hertha hat im Schwabenländle das erste Sechs-Punkte-Spiel der Saison.

Gut gespielt, aber entschieden zu wenig Zähler auf dem Konto – nämlich elf! Genauso viele wie Stuttgart. Es spielt der Tabellenfünfzehnte aus Berlin gegen den Tabellensechzehnten. Es wird ein hartes Kellerduell. Und bittere Erinnerungen werden wach: Am letzten Spieltag der vergangenen Saison verdrängte der VfB im Fernduell Hertha BSC auf den Relegationsplatz 16.

Trainer Schwarz: „Du schaust auf die Tabelle“

Herthas Trainer Sandro Schwarz ist mit seiner Offensivabteilung nicht zufrieden und hofft, dass es beim VfB Stuttgart besser klappt.
Herthas Trainer Sandro Schwarz ist mit seiner Offensivabteilung nicht zufrieden und hofft, dass es beim VfB Stuttgart besser klappt. imago-images

Gleiche Tabellenkonstellation, jetzt aber am 14. Spieltag. „Auch das gehört zur Wahrheit, dass du dir die Tabelle anschaust“, sagt Trainer Sandro Schwarz. Für den Coach, der das Wort Abstiegskampf vermeidet, ist es ein schwieriger Balanceakt zwischen ernsthafter Mahnung an die Profis und dem Mutmachen, dem Druckvermeiden.

„Wir wissen, wie die Tabellensituation ist. Wir hadern jetzt aber nicht mit unserem Schicksal oder mit Glück, das haben wir in den letzten Wochen auch nicht getan. Wir müssen in einigen Sachen besser werden, das ist Fakt“, so der Coach.

Knallharte Aussprache in der Kabine

Das hat Schwarz auch bei der sonntäglichen Videoanalyse des Bayern-Spiels (2:3) knallhart angesprochen. Es geht um die fahrlässige Chancenverwertung, um unpräzise Angriffe. Der Trainer spricht es offen an: „Wir haben zu viele Punkte liegen gelassen und das müssen wir thematisieren. Fakt ist, dass wir in bestimmten Teilbereichen besser werden müssen. Leistung und Haltung stimmen meistens, aber es gab auch gegen die Bayern Situationen, wo wir Dinge einfach besser machen müssen.“

Das ist und bleibt das Hauptmanko. Die Abwehr hat sich gegenüber der Vorsaison stabilisiert (bisher 20 Gegentreffer), aber vorne gibt es einfach zu wenig Tore – 16 Treffer, nur Schalke (12) und Bochum (11) sind schlechter im Sturm. Und die Stuttgarter können es auch nicht besser als die Blau-Weißen. Das ist wenigstens ein kleiner Trost vor diesem Sechs-Punkte-Spiel.

Gibt es Dienstag die explosive Trotzreaktion nach all den verschenkten Punkten? Die Wut bei den Profis ist groß. Schwarz: „Die Jungs lassen den Kopf nicht hängen, wir sind eher sauer auf uns selbst – und das ist auch gut so.“

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