Sebastian Griesbeck eroberte sich einen Stammplatz in Fürth. Doch er wartet noch immer auf sein erstes Bundesliga-Tor. Imago Images

Noch 13 Spiele muss Hertha BSC um den Klassenerhalt zittern. Sonnabend (15.30 Uhr) ist ein Auswärtssieg beim Tabellenletzten Fürth Pflicht. Doch aufgepasst! Bei den Franken spielt mit Sebastian Griesbeck (31) ein Ex-Unioner und die schlagen gerne gegen die Blau-Weißen zu. Herthas Absturzkrimi, die Spuren führen nach Köpenick.

Steffen Baumgart (50)

Immer Volldampf! Kölns Trainer Steffen Baumgart gewann zweimal gegen Hertha. Imago Images/Räppold/Koch

Von 2002 bis 2004 spielte er für die Eisernen und erreichte dort Kultstatus. Jetzt ist er Trainer beim 1. FC Köln und gewann in dieser Saison zweimal (3:1, 3:1) gegen die Blau-Weißen. Baumgart hat Hertha alleine sechs Punkte geklaut.

Robert Andrich (27)

Ein Heber und drin! Leverkusens Andrich traf in der Schlussminute gegen Hertha. Imago Images

Der Mittelfeldspieler kam 2019 an die Wuhlheide, ging vergangenen Sommer zu Leverkusen. Anfang November 2021 führte Hertha gegen Bayer bis zur 90. Minute 1:0, dann traf Andrich zum Ausgleich. Zwei Punkte futsch! Besonders bitter: Andrich spielte vor Union in Herthas Jugend.

Rafal Gikiewicz (34)

Augsburgs Torwart Rafal Gikiewicz blockt einen Schuss des Hertha-Stürmer Ishak Belfodil ab. Imago Images

Der polnische Keeper war bei Union von 2018 bis 2020 die Nummer 1, ging dann zum FC Augsburg. Ende November hatte er im Olympiastadion einen Prachttag und hielt nach dem 1:0 durch Marco Richter alles, was  auf sein Gehäuse zukam. Dann traf Michael Gregoritsch in der 97. Spielminute zum 1:1. Wieder nur ein Punkt, statt drei, weil Gikiewicz mit Paraden Herthas Chancen zunichte machte.

Sebastian Polter (30)

Einfach mal abgestaubt! Bochums Sebastian Polter macht das 1:1 gegen Hertha. Imago Images/Räppold/Koch

Der Stürmer machte die Eisernen erst in der Saison 2014/15 und dann von 2017 bis 2020 glücklich. Diese Saison heuerte er beim Aufsteiger VfL Bochum an. Vor einer Woche versaute er Hertha mit seinem Treffer zum 1:1 den Sieg. Noch mal zwei Zähler weg.

Zwölf Punkte insgesamt futsch

Insgesamt sind es zwölf Punkte, die Hertha durch Ex-Unioner verloren hat. Eine harte Bilanz. Dazu kommt noch Unions 2:0-Derby-Heimsieg in der Bundesliga. 15 Zähler in Summe! Hätten die Blau-Weißen diese Punkte auf dem Konto, würden sie mit 38 Zählern vor den Eisernen stehen und um die Champions League spielen.

Stattdessen ist jetzt harter Abstiegskampf auf Platz 14 angesagt. Die Spuren von Herthas Absturzkrimi führen wirklich nach Köpenick. Sonnabend also das nächste Kellerduell in Fürth – mit Sebastian Griesbeck (31), der vergangene Saison noch an der Försterei spielte.

Bei den Kleeblättern ist der Defensivspezialist immer in der Startelf. Auf ein Bundesliga-Tor wartet der 1,91-Meter-Hüne noch. Hoffentlich bleibt es dabei und er ist nicht Herthas nächster Punkte-Killer …

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