Torwart Marcel Lotka will gegen Mainz wieder mit Hertha jubeln. Ein Sieg und der Klassenerhalt ist perfekt. Foto: Imago Images

Wenn es um alles geht, sind Herthas Fans da. Die Blau-Weißen können Sonnabend mit einem Heimsieg gegen Mainz (18.30 Uhr) den Klassenerhalt endgültig klarmachen. Damit es klappt, kommen rund 70.000 Zuschauer ins Olympiastadion, um ihr Team zur Rettung anzufeuern. Volle Hütte! Volle Pulle! Volle Punkte! Volle Freude!

Vor acht Wochen war bei Hertha noch Untergangsstimmung, dann kam Felix Magath und brachte den Spielern im Turbotempo das Kämpfen und den Teamgeist bei. Die Aufholjagd brachte in sechs Spielen zehn Punkte und jetzt ist die Rettung so nah.

Magath: „70.000 Fans! Bei mir prickelt es“

Herthas Trainer Felix Magath zeigt die Richtung an. Die Spieler hören auf ihn. Foto: dpa

„Es ist eine Freude, vor 70.000 Fans zu spielen. Es prickelt bei mir. Wir brauchen jetzt diese Punkte. Nicht nur wegen des Klassenerhalts. Die Saison ist nicht rund gelaufen. Mit einem Sieg wäre das letzte Heimspiel der Saison einigermaßen versöhnlich für die Fans“, sagt Magath.

Die Rettung wäre fast schon vergangene Woche perfekt gewesen. Doch in Bielefeld wurde der Matchball kurz vor dem Abpfiff mit einem 1:1 nach 1:0-Führung vergeben. Magath trotzig: „Da wir die Möglichkeit in Bielefeld nicht ganz nutzen konnten, müssen wir noch mal ran, um die Klasse zu halten.“

Wem das schon alles zu optimistisch klingt, für den bleibt jetzt der zweite Teil der Magath-Ausführungen. Denn „Quälix“ mahnt noch mal alle. „Ich bin selbst von Fans angesprochen worden. ,Da kann nix passieren. Ihr macht das schon, wir sind doch schon durch.‘ Diese Atmosphäre bekommen auch die Spieler mit. Die haben solche Sätze auch gehört. Wir haben es mit Menschen zu tun, die Gefühle haben. Wir sind aber noch nicht durch“, sagt der Trainer-Methusalem.

Magath mahnt: „Noch mal 90 Minuten Kampf“

Energisch warnt er: „Es sind noch mal 90 Minuten Kampf, 90 Minuten Einsatz, 90 Minuten Leidenschaft, die wir zeigen müssen.“ Denn Magath schätzt Mainz, das vergangene Woche Bayern 3:1 schlug, als sehr stark ein. „Der FSV wird für uns schwieriger, Mainz gehört zu den besseren Mannschaften in dieser Saison. Die könnten auch weiter oben in der Tabelle mitspielen. Die sind auf einem Niveau mit dem 1. FC Union.“

Das Derby ging für Hertha unter Magath krachend mit 1:4 daneben. Auch da gab es eine volle Hütte, aber eben volle Wut der Fans. Einige Ultras hatten damals die Profis gezwungen, ihre Trikots in der Ostkurve auszuziehen. Die Spieler verweigern seitdem, mit den Fans zu feiern. Der Boykott soll Sonnabend beendet werden. Magaths Wunsch: „Ein versöhnliches letztes Heimspiel.“ Volle Hütte! Volle Pulle! Volle Punkte! Volle Freude!

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