Schenken sich nur auf dem Platz nichts: Herthas Maximilian Mittelstädt (l.) und Marvin Plattenhardt. Foto:  Imago Images

Es ist das heißeste Hertha-Duell. Maximilian Mittelstädt (23) und Marvin Plattenhardt (28) liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um einen Platz in der Startelf von Bruno Labbadia. Wer die Nase im Kracher gegen Dortmund (Sonnabend, 20.30 Uhr) vorne hat, will der Cheftrainer nicht verraten. Wegen Maxi macht sich Bruno keine Platte.

„Beide haben eine überragende Einstellung, geben im Training immer alles. Das merkt man ihnen auch körperlich an“, schwärmt Labbadia über seine Linksverteidiger. 

 Seitdem Mittelstädt in der vergangenen Saison vollends den Durchbruch schaffte, liefert er sich mit seinem einstigen Vorbild Plattenhardt ein Duell auf Augenhöhe. „Ich spüre, dass sie sich gegenseitig pushen“, freut sich Labbadia.

Zurück zu alter Stärke

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Dass Konkurrenzkampf Beine bewegt, sieht man diese Saison. Erst erhielt Mittelstädt den Vorzug. Beim jüngsten 3:0-Sieg in Augsburg stand Plattenhardt zum zweiten Mal in der Startelf. „Platte hat das gut gemacht. Vor allem taktisch. Der Gegner hatte überhaupt keinen Zugriff. Normalweise machen die brutalen Druck“, lobt Labbadia.

Labbadias Plan: Platte soll für Hertha wieder die Waffe werden, die er unter Ex-Trainer Pal Dardai war. Und endlich wieder die Eigenschaften abrufen, die ihn zum Nationalspieler und WM-Fahrer machten. „Er ist ein sehr guter Fußballer mit einem super linken Fuß und starken Flanken“, erklärt Labbadia. Aber: Er muss diese Fähigkeiten mehr abrufen. Unsere Offensive brauch das.“

Das Gute: Plattenhardt ist auf dem Weg zu alter Stärke – auch, weil Mittelstädt ihn kitzelt. Eine Wechselwirkung, die sich der Hesse für den gesamten Kader wünscht: „So einen Konkurrenzkampf brauchen wir auf allen Positionen. Das bringt uns weiter.“ 

Vorbilder für Luca Netz

Weil sich die beiden trotz des intensiven Zweikampfes auch abseits des Platzes bestens versteht, dienen sie in mehrfacher Hinsicht als Vorbild: Besonders für Eigengewächs Luca Netz (17). Der Nachwuchs-Linksverteidiger spielt bereits für die U23 in der Regionalliga und trainiert regelmäßig mit den Profis. „Luca kann von beiden viel mitnehmen und profitieren kann.“

Und wer darf nun gegen den BVB ran?  Gut möglich, dass Labbadia nach der späten Rückkehr vieler Nationalspieler, sogar auf beide setzt, und Mittelstädt vor Plattenhardt im linken Mittelfeld agiert. Denn wegen Maxi macht sich Bruno keine Platte.