Hertha-Keeper Rune Jarstein (36) wartet in Berlin auf die Ergebnisse seiner Corona-Tests.  Foto:  City-Press

Da bleibt nur noch Kopfschütteln! Die norwegischen Nationalspieler um Hertha-Torwart Rune Jarstein müssen sich auch in Deutschland an die Quarantäne-Pflicht halten. Das bekräftigten der norwegische Fußball-Verband und die zuständigen Behörden. Die Spieler hätten bei ihrer Ausreise zugestimmt, sich bis zum Ablauf der zehntägigen Quarantäne in Isolation zu begeben, hieß es.

Damit dürfte Herthas Ersatz-Keeper Jarstein, der nach der Odyssee um die beiden abgesagten Spiele der Norweger gegen Israel und Rumänien um seine WM-Chance bangt, beim Bundesliga-Duell mit Borussia Dortmund (Sonnabend, 20.30 Uhr) ebenso wenig im Kader stehen wie Dortmunds Super-Stürmer Erling Haaland. 

Halten sich die Spieler nicht an die Quarantäne-Pflicht, droht mächtig Ärger. Ein Zuwiderhandeln „würden wir als Bruch der Quarantäne und Verstoß gegen die Voraussetzungen zur Ausreise“ werten, sagte der zuständige Osloer Amtsarzt Tore W. Steen dem Dagbladet. Dann könnte die Polizei aktiv werden. Das norwegische Infektionsschutzgesetz sieht für Quarantäneverstöße Geldstrafen oder Gefängnis bis zu zwei Jahren vor.

Hertha BSC verweist auf KURIER-Nachfrage an die in Berlin geltenden Corona-Regeln. Jarstein müsse nach den Vorkommnissen in Norwegen zwei negative Virus-Tests vorweisen, um wieder ins blau-weiße Mannschaftstraining einzusteigen. Der erste Test wurde beim 36-Jährigen bereits am Montagmorgen durchgeführt.