Herthas Sturm-Ass Salomon Kaou ist sauer.  Foto: imago images/Matthias Koch

Berlin - Salomon Kalou (34) schüttelte nur den Kopf. Der Vorschlag zweier französischer Wissenschaftler, einen möglichen Corona-Impfstoff zunächst in Afrika zu testen, stößt nicht nur Herthas Angreifer von der Elfenbeinküste übel auf. Auch Bayern-Star David Alaba (27) reagierte wütend.

„Sind diese beiden Typen Ärzte oder Clowns? Diese Art von Rassismus hätte ich mir nie vorstellen können“, schrieb der Österreicher, dessen Vater George aus Nigeria stammt, bei Twitter. Kalou lud auf Instagram ein Bild hoch, das den Kontinent Afrika zeigt und die Botschaft trägt: „Africa is not a lab“ (dt.: Afrika ist kein Versuchslabor).

Diese Bild veröffentlichte Salomon Kalou bei Twitter. Auch Samuel Eto’o (39/Kamerun) und Kalou-Kumpel und Landsmann Didier Drogba (42) teilten es. Foto: Twitter

Auch Samuel Eto’o (39/Kamerun) und Kalou-Kumpel und Landsmann Didier Drogba (42) teilten das Bild. Die Forscher sprachen zuvor im französischen Fernsehen darüber, einen möglichen Covid-19-Impfstoff in Afrika zu testen.

Dort gebe es „keine Masken, keine Behandlungsmöglichkeiten und keine Wiederbelebungsmaßnahmen“, sagte Jean-Paul Mira, Chefarzt am Pariser Cochin Krankenhaus. So sei es auch bei Studien zu AIDS gemacht worden. Mira hatte vorab gesagt, er werde nun bewusst provozieren. Camille Locht, Forschungsboss des staatlichen Inserm-Instituts, antwortete: „Sie haben recht, wir überlegen, eine parallele Studie in Afrika durchzuführen.“

Gleichzeitig denke man aber auch über mögliche Studien in Europa oder Australien nach, so Locht weiter. Auch das kann Alaba in Sachen Afrika nicht beruhigen: „Das ist schändlich und inakzeptabel. Wir müssen alle zusammenstehen und Hand in Hand arbeiten, um dieses Virus zu bekämpfen.“