Herthas Torschützen Dodi Lukebakio (l.) und Krzysztof Piatek jubeln über den zweiten Saisonsieg. Ein starkes 3:0 in Augsburg.



Foto: Hertha BSC

Fünf Spiele musste Hertha auf einen Dreier warten, fünf Partien wurde es nichts mit Bruno Labbadias 100. Bundesliga-Sieg als Trainer. Jetzt ist er endlich da! Die Blau-Weißen gewinnen beim FC Augsburg mit 3:0 (1:0) ab. Ein Knaller-Befreiungsschlag, die Augsburger Puppenkiste wurde vollgehauen. Doch der Sieg auch teuer bezahlt: Stürmer Jhon Cordoba ist verletzt.

Labbadia war nach dem Abpfiff erleichtert und richtig zufrieden: „Wir haben eine sehr souveräne Leistung gebracht. Die ist hoch einzuschätzen. Augsburg ist extrem gut eingespielt und organisiert. Es ist unangenehm, gegen sie zu spielen. Wir sind ganz happy. Wir haben gute Tore gemacht. Dieser Sieg befreit ein bisschen. Es geht immer weiter voran.“

Herthas Profis hatten es in den vergangenen Spielen schon gezeigt, dass sie es besser können. Doch die Punkteausbeute stimmte nicht. Diesmal klappte alles bei der Auswärtspartie in der Fuggerstadt, obwohl es in der ersten Halbzeit ziemlich mühselig war.

Der FCA rührte hinten Beton an. Die Blau-Weißen arbeiteten kontrolliert und fleißig nach vorne. Doch Torchancen gab es erst mal nicht. Dann die 44. Minute: Augsburg Felix Uduokhai verlor im eigenen Strafraum die Übersicht, sah den heranstürmenden Cordoba nicht und trat ihn um – Elfmeter! Matheus Cunha verwandelte ziemlich cool zum 1:0, aber Cordoba musste humpelnd vom Platz. Das sah übel aus – Verdacht auf Bänderriss.

Für ihn kam in der zweiten Halbzeit Kris Piatek. Und der Pole drehte nach Wochen endlich mal auf. Starker Querpass in den Strafraum, Augsburgs Jeffrey Gouweleeuw wollte klären, spitzelte den Ball aber zu Dodi Lukebakio, der eiskalt zum 2:0 traf (52.). „Kris hat das sehr gut gemacht. Plötzlich hatte ich den Ball und drin war er“, lachte der Belgier.

Piatek tat diese Aktion richtig gut. In der 64. Minute näherte er sich seinem alten Torriecher erst mal an. Ein Kracher an den rechten Pfosten (64.). Augsburg musste etwas tun und Hertha bekam immer mehr Chancen auf Konter. Ein starker Steilpass von Cunha auf Piatek brachte die endgültige Entscheidung. Der Pole stürmte von der Mittelinie los und schloss im Strafraum mit einem knallharten Schuss ab. Der Ball krachte vom linken Innenpfosten zum 3:0 ins Tor (86.). Da war der wichtige Sieg endgültig perfekt.

Dedryck Boyata, der seit der 55. Minute Knöchelprobleme hatte und ein wenig humpelte, konnte endlich raus. Labbadia wollte auf seinen Abwehrboss vorher nicht verzichten. Herthas Spieler waren einfach nur erleichtert. Lukebakio: „Es ist gut, vor der Länderspielpause zu gewinnen. Das war sehr wichtig. Wir haben Qualität im Team und jetzt haben wir uns endlich mal mit einem Sieg belohnt.“