Augen zu und tief enttäuscht! Herthas Vladimir Darida nach dem Schlusspfiff in Dortmund. Doch für Trauer ist keine Zeit.
Augen zu und tief enttäuscht! Herthas Vladimir Darida nach dem Schlusspfiff in Dortmund. Doch für Trauer ist keine Zeit. Foto: City-Press

Bin ich geschockt, weil Hertha BSC in die Relegation muss? Nein, überhaupt nicht! Natürlich führte der Fußballgott am letzten Spieltag für die Blau-Weißen nochmal eine Gruselregie. Stuttgart siegt in der Nachspielzeit mit 2:1 gegen Köln. Sekunden vor dem Saisonabpfiff doch noch die grausame Ohrfeige mit dem Namen Relegation.

Das alles ist in dem Moment bitter. Doch es passt irgendwie zu Hertha. Vorher zwei Matchbälle beim 1:1 in Bielefeld und dem 1:2 in Mainz vergeben, auch noch den aller letzten in Dortmund trotz 1:0-Führung. Dieses Scheitern kurz vor Schluss ist aber nicht das Hauptproblem.

Diese Mannschaft hat viel zu spät in der Saison begriffen, in welcher Lage sie ist und, dass sie da nur mit Teamgeist und Kampf herauskommt. Nach dem 1:1 gegen Bochum Anfang Februar, aber spätestens eine Woche später nach dem 1:2 in Fürth hätten alle Spieler Vollgas geben müssen.

Trainer Tayfun Korkut konnte dieser hierarchielosen Truppen nie den letzten Biss beibringen. Seine Beurlaubung erfolgte zu spät. Trainer-Methusalem Felix Magath schaffte es im Turbo-Tempo. Doch selbst das reichte nicht. Wer zu spät kämpft, den bestraft die Bundesliga.

Jetzt müssen die Blau-Weißen den bitteren Gang in die Relegation gehen. Für Schock und Selbstmitleid bleibt keine Zeit. Denn jetzt geht der Kampf in zwei K.o.-Spielen erst richtig los.

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