Der eingewechselte Dodi Lukebakio schaut verzweifelt dem Ball hinterher. Hertha trifft im Heimspiel nicht gegen Mainz. Foto:  imago images/Contrast

Die Serie von Bruno Labbadias beige-braunem Mantel hält. Auch im vierten Spiel keine Niederlage für Hertha BSC. Das war aber auch der einzige Trost beim dürftigen 0:0 gegen Abstiegskandidat FSV Mainz 05. Über die enttäuschende Nullnummer kann man ganz getrost den Mantel des Schweigens hüllen.

Labbadia gönnte seinen Routiniers Vladimir Darida und Peter Pekarik sowie Dodi Lukebakio in der englischen Woche eine Schonpause. Dafür spielten Lucas Tousart, Deyo Zeefuik und Matheus Cunha. Doch die neuformierte Mannschaft musste sich erstmal gegen die Mainzer richtig sortieren. Die einzigen Farbtupfer in der faden ersten Halbzeit waren drei rote Tape-Fetzen, welche die Mainzer vor dem Spiel beim Warmmachen auf dem Rasen hatten liegen lassen und auf dem Rasen hervorstachen.

Torchancen waren Fehlanzeige. Die Blau-Weißen kontrollierten zwar das Spiel, doch vorne fehlte die Durchzugskraft. Die 05-Kicker wagten sich nach einer halben Stunde mal nach vorne und hatten die beste Tormöglichkeit – durch Jordan Torunarigha! Nach einer Flanke von Edimilson Fernandes wollte Herthas Innenverteidiger den Ball wegköpfen, doch das Leder rutschte über seinen Scheitel und knallte gegen das Lattenkreuz (40.). Ganz viel Glück, dass die Blau-Weißen nicht kurz vor der Pause in Rückstand gingen.

Auch zum Start der zweiten Halbzeit änderte sich nicht viel. Es war einfach zu wenig Bewegung in der Offensive. Tousart konnte den quirligen Darida, der durch sein enormes Laufpensum immer wieder Löcher für die Offensivabteilung reißt, nicht ersetzen. Dazu erwischte Cunha auch einen schlechten Tag.

Es bleibt ein Grundproblem. Hertha kann gegen die Topklubs gut mithalten, doch wenn die Blau-Weißen selbst das Spiel machen müssen, sieht es noch immer dürftig aus.

Es bleibt für Labbadia noch jede Menge Arbeit, den Spielern seine Vorstellung von einem schnellen Umschaltspiel mit dynamischer Offensive beizubringen. Es gab wirklich keine echte Torchancen für die Hauptstadtkicker.

Diese Nullnummer gegen einen Abstiegskandidaten waren zwei verlorene Punkte. Statt in der Tabelle einen kleinen Sprung nach vorne zu machen, bleibt Hertha im grauen Mittelfeld kleben.