Knöcheltief, matschig, löchrig. So sah der Rasen im Olympiastadion am Donnerstagabend aus. Foto: Imago Images

Jeden Herbst verwandelt sich der Rasen im Olympiastadion in eine Matschwiese. Diesmal sogar mit erhöhter Rutschgefahr. Nach Unions Euro-Partie gegen Feyenoord Rotterdam unter Dauerregen ist das Grün vorzeitig hinüber. Kann Hertha Sonntag (15.30 Uhr) eigentlich vernünftig gegen Leverkusen spielen?

Manager Fredi Bobic nahm das Katastrophen-Grün noch mit Gelassenheit hin: „Wir waren noch nicht im Stadion, aber man konnte es ja auch im Fernsehen sehen, wie der Platz aussah. Der Rasen wird schon bespielbar sein, wahrscheinlich so, wie zu der Zeit, als Pal und ich noch gekickt haben, da war er auch immer etwas huckelig – das geht schon klar.“

Fredi Bobic hofft, dass der Rasen gegen Leverkusen bundesligatauglich ist. Foto: dpa

Werden die Löcher auf dem Platz gestopft?

Nach dem Union-Spiel war der Platz nur noch ein Acker. Gestern versuchte die Olympiastadion GmbH, die als Vermieter auch für die Rasenpflege zuständig ist, das Gröbste an Furchen und Löchern wieder zu glätten. „Wir arbeiten auf Hochtouren daran, dass das Sonntagsspiel zwischen Hertha BSC und Leverkusen ordentlich über die Bühne gehen kann“, versprach Olympiastadion GmbH via Twitter. Ob das ausreicht? Schon nach Unions Euro-Spiel gegen Haifa vor fünf Wochen bemängelte drei Tage später Gästetrainer Christian Streich vom SC Freiburg: „Der Platz war nicht einfach zu bespielen!“

Jetzt hat der Rasen noch mehr gelitten. Bobic: „Ein Spiel nur noch. Nach dem Leverkusen-Spiel wird er in der Länderspielpause ausgetauscht.“

Heißt: Noch einmal ackern, dann gibt es ein neues Geläuf. Für Fußballästheten wird diese Heimpartie nicht viel hergeben. Feine Tricks auf matschig-holprigem Boden gehen leider nicht. Gegen die spielerisch starken Leverkusener könnte das sogar ein Vorteil für die Blau-Weißen sein.

Trainer Pal Dardai hat in dieser Woche im Training auf Zweikampfmodus gestellt: „Die Spieler waren bissig. Wir haben Spaß gehabt. Alles läuft nach Plan. Wir wissen, was wir können. Nun machen wir einen Matchplan, damit wir gewinnen.“ Das könnte ein echter Matschplan werden…

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