Trainer Bruno Labbadia zeigt es den Hertha-Profis an: Im Miniurlaub herrscht an zwei Tagen sogar Sportverbot.  Foto: City-Press

Wie bitte? Während Stadtrivale 1. FC Union in dieser Woche in die Vollen geht, heißt es ab Mittwoch für alle Hertha-Profis: Füße hoch! Trainer Bruno Labbadia erklärt die ungewöhnliche Pause und warum der blau-weiße Miniurlaub sogar besonders wichtig ist.

„Es klingt blöd, aber diese Woche rundet die bisherige Vorbereitung ab. Wir haben drei Wochen lang top gearbeitet. Diese Arbeit wird aber erst durch die freien Tage richtig wirken“, erklärt Labbadia seinen ausgeklügelten Trainingsplan.

Nach intensiven Wochen, in denen neben dem Konditionsgebolze täglich auch taktische Dinge einstudiert wurden, haben sich die Spieler den Kurzurlaub verdient. „Wir hatten es ursprünglich offengelassen, ob wir die freien Tage einbauen. Das war für den Kopf ein wichtiges Ziel und hat gewirkt. Die Jungs waren dadurch leidensfähiger und haben alles bedingungslos mitgemacht“, lobt Labbadia.

So gut, dass Labbadia für Mittwoch und Sonntag sogar ein Sportverbot verordnet: „An den anderen drei Tagen bekommt jeder seinen individuellen Plan. Wichtig ist, dass keiner etwas extra macht.“

Denn nach der Regeneration beginnt die heiße Phase: „Wir haben wenig Zeit und noch viel vor“, erklärt Labbadia. Nach den freien Tagen testet Hertha - weiterhin unter Ausschluss der Öffentlichkeit - bei Ajax Amsterdam (Dienstag, 19 Uhr) sowie zweimal gegen die PSV Eindhoven (Donnerstag 15 und 17 Uhr).

Und auch im Training wird es weiter zur Sache gehen. „Wir werden dann die drei Wochen bis zum Saisonstart intensiv an unserer Dynamik arbeiten. Taktisch und technisch bleiben die Umfänge gleich. Deswegen ist dieser Break so wichtig. Die Jungs sollen frisch die nächste Stufe angehen“, erklärt Labbadia.

Bis dahin heißt es: Füße hoch! Ein Reiseverbot in Corona-Zeiten erteilt der Coach übrigens nicht: „Die Spieler kennen die Covid-Regeln und werden diese auch nochmal aufs Handy bekommen. Sie dürfen die Stadt verlassen und ihre Familien besuchen. Das haben sie im Urlaub gut hinbekommen.“