Hertha meldet den ersten Corona-Fall im Profikader und stellt den Trainingsbetrieb ein.  Foto: Imago Images

Es war nur eine Frage der Zeit! Der erste blau-weißen Profi wurde positiv auf das Corona-Virus getestet! Eigentlich wollte Trainer Alexander Nouri (40) am Dienstag nach drei Tagen mit individuellen Trainingsplänen wieder mit dem Mannschaftstraining auf dem Schenckendorffplatz beginnen. Doch daraus wird nichts! Alle Spieler des Lizenzspieler-Kaders und das gesamte Trainer- und Funktionsteam müssen 14 Tage in häusliche Quarantäne!

„Der Spieler hat über die üblichen Symptome geklagt und wir haben ihn dann umgehend von der Gruppe getrennt", erklärt Team-Arzt Dr. Uli Schleicher. Der Doc weiter: „Ein Test hat dann ein positives Ergebnis auf das Virus hervorgebracht. Alle Spieler unseres Kaders müssen nun die nächsten zwei Wochen zuhause bleiben, was auch einen individuellen Trainingsplan außer Haus ausschließt. Wir werden jetzt beobachten, ob noch weitere Fälle dazukommen, denn davon ist der Wiedereinstieg ins Mannschaftstraining abhängig.“

Preetz nicht überrascht

Wer sich infiziert hat, sagt Hertha nicht. Der KURIER kennt den Namen, schützt aber die Privatsphäre des blau-weißen Spielers, der nach Paderborns Luca Kiliander der zweite infizierte Bundesliga-Profi ist. Der Herthaner habe bereits Ende der vergangenen Woche erste Anzeichen einer Erkrankung gezeigt und wurde deswegen umgehend von der Gruppe getrennt. Alle Kontaktpersonen des Profis seien ermittelt und kontaktiert worden. Dem Spieler selbst gehe es gut.

Alle Spieler seien auf das Corona-Virus getestet worden. Die Ergebnisse stehen noch aus. Sollten weitere Fälle dazukommen, wird sich Wiederaufnahme des Mannschaftstrainings weiter verschieben.

Michael Preetz, der die vergangenen zwei Wochen regelmäßig die Trainingseinheiten besuchte und generell ein enges Verhältnis zur Mannschaft pflegt, zeigte sich aufgrund der täglich weltweit steigenden Anzahl an festgestellten Virus-Fällen wenig überrascht: „Bei einer solch rasanten Entwicklung der Fallzahlen war es abzusehen, dass das Virus früher oder später auch im Mannschaftskreis ankommt", erklärt der Manager. „Das Wichtigste ist, dass sich alle nun an die Regeln halten. Wir müssen die Situation jetzt so annehmen wie sie ist. Wann die Mannschaft wieder gemeinsam auf dem Platz stehen kann ist derzeit noch offen. Bis dahin können die Jungs lediglich zuhause täglich ein Stabilisationsprogramm durchführen, was ihnen unsere Athletiktrainer mit an die Hand gegeben haben.“