Herthas Manager Michael Preetz blickt mit Sorge auf die kommenden Wochen. imago-images

Hertha BSC will unter anderem die finanziellen Folgen für den Berliner Fußball-Bundesligisten durch die Coronavirus-Krise in einer Arbeitsgruppe abschätzen. «Wie alle werden auch wir recht empfindlich von Ausfällen getroffen und natürlich müssen wir beantworten, was das für Mitarbeiter und Spieler bedeutet», sagte Geschäftsführer Michael Preetz im rbb-Podcast «Hauptstadtderby».

In der Bundesliga ruht der Spielbetrieb bis mindestens zum 2. April, in Berlin kann gemäß eines Senatsbeschlusses bis zum 19. April kein Fußball gespielt werden.

Sollte das ursprünglich für diesen Sonnabend angesetzte Stadtderby mit dem 1. FC Union ganz ausfallen, würde der Einnahmeausfall dieser Partie den Verein «natürlich so hart treffen wie kein vergleichbares Spiel in der Saison», sagte Preetz. «Das ist ein Einnahmeverlust, der auf jeden Fall im siebenstelligen Bereich liegt. Das zweite Thema ist der Wegfall der TV-Gelder. Das würde die Vereine noch viel größer treffen.»

Ausnahmegenehmigung für Training

Am Dienstag kündigte Hertha an, dass die Tickets für die Partie «aktuell ihre Gültigkeit» behalten. Christian Seifert, Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga, hatte am Montag erklärt, dass unabhängig vom Zeitpunkt der Wiederaufnahme des Spielbetriebs in den Bundesligen Spiele mit Fans in dieser Saison höchst unwahrscheinlich sein werden. «Geisterspiele werden die einzige Überlebenschance sein», sagte Seifert.