Herthas Sportchef stärkt Trainer Pal Dardai den Rücken. City-Press

Die Vorfreude, aber auch die Anspannung wächst. In weniger als 24 Stunden steigt das Derby zwischen dem 1. FC Union und Hertha BSC (Sonnabend, 18.30 Uhr, Sky). Die Blau-Weißen liegen bisher in der Saison nicht wirklich auf Kurs. Dazu scheint eine Trainerdiskussion um Pal Dardai zu schwillen. Sportchef Fredi Bobic räumt gegenüber dem KURIER mit den Gerüchten auf.

„Ich habe Pal klar gesagt, dass mir das nicht passt. Und ich habe ihm auch gesagt, dass ich das auch so der Öffentlichkeit sagen werde. Das ist meine Verantwortung, auch zu sagen, dass es in der Form nicht geht“, unterstreicht Bobic.

Auslöser war Dardais Wutrede nach dem 0:5 beim FC Bayern Ende August. Der Ungar kokettierte mit seinem Abschied und sagte damals: „Wahrscheinlich sucht Hertha BSC seit langem einen großen Trainer. Pal ist ein kleiner Trainer, ein netter Trainer, er hilft aus so lange wie es sein soll. Wenn ein ganz großer Trainer hier ist, geht Pal sofort zurück zur U16 und macht seine Sache wie früher.“

Bobic beendet mediale Dardai-Diskussion

Weil Bobic Dardai danach einen Rüffel verpasste und zuletzt vor dem Leverkusen-Spiel vor zwei Wochen nochmals wiederholte, dass Dardai nach drei Pleiten zum Saisonstart und seinen Worten „eigentlich hätte fliegen müssen“, gilt Dardai bundesweit als angezählt.

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Bobic widerspricht energisch und beendet die mediale Trainerdiskussion: „Ich verstehe die Aufregung nicht. Das hatte nichts mit anzählen, sondern mit Ermahnung zu tun. Es gab danach auch keine Verwerfungen.“

Hertha zeigt Kampf und Leidenschaft

Dass Bobics markante Worte die Diskussion befeuerten, sieht der Manager nicht so. „Ich bin nur dazu gefragt worden. Eine klarere Antwort gibt es nicht.“ Bobic betont vielmehr: „Wer seinen Job gut macht, bleibt lange im Job. Außerdem kann man auch fragen, was danach gut gelaufen ist.“

Nach dem Fehlstart und der Unruhe fand Hertha in die Spur. Zuletzt holten die Blau-Weißen 13 Punkte aus acht Spielen. Vor allem überzeugte Dardais Elf mit Kampf und Leidenschaft. Tugenden, die Bobic sehen will und insbesondere am Sonnabend in der Alten Försterei gefragt sind. 

Was Bobic über das Derby denkt und warum er vor dem 1. FC Union den Hut zieht, lesen Sie am Sonnabend im KURIER.

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