Freude pur! Herthas Cunha darf jetzt endgültig sein Debüt bei der Selecao feiern. Foto:
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Da kann Matheus Cunha (22)  schon mal einen Jubelsprung machen. Hertha BSC lässt seinen brasilianischen Offensivzauberer trotz Corona zur Selecao ziehen. Seinem Debüt beim fünfmaligen Weltmeister aus Südamerika steht nichts mehr im Weg.

Möglich macht es die nun konkretisierte Regelung der Fifa, inwieweit Klubs weltweit ihre Nationalspieler zu Länderspielen reisen lassen müssen, wenn es in Risikogebiete geht. Laut Fifa reicht jetzt ein negativer Corona-Test bei der Rückreise 48 Stunden vor dem Training oder einem Spiel.

Damit kann Cunha am 17.Oktober im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart für die Blau-Weißen antreten, obwohl er noch drei Tage vorher für Brasilien bei der WM-Quali in Peru im Einsatz ist. „Wir werden versuchen, dass Matheus direkt von Peru zurückfliegt und sofort den Test bei der Ankunft macht“, erklärt Trainer Bruno Labbadia.

Manager Michael Preetz, der in den vergangenen Wochen ziemlich erbost über das Corona-Chaos bei den Nationalspielern war: „Die Regelung hat jetzt auch lange genug gedauert. Jetzt kann Matheus für Brasilien spielen.“ Im September musste Stürmer Kris Piatek noch in eine Fünf-Tage-Quarantäne, nachdem er für Polen in Bosnien gespielt hatte. Piatek fiel deshalb für das Pokalspiel in Braunschweig (4:5) aus.

Jetzt gibt es nicht nur die neue Fifa-Regel, diese soll außerdem bereits mit dem zuständigen Gesundheitsamt Charlottenburg abgestimmt sein. Dieses soll auf die Quarantäne verzichten wollen, wenn der Test negativ verläuft.

Für Cunha geht damit der große Traum von der Selecao in Erfüllung.