Hertha-Investor Lars Windhorst kritisiert Cheftrainer Pal Dardai vor dem Spiel in Bochum und fordert das Erreichen der Champions League.  dpa

Volle Konzentration auf das wichtige Spiel in Bochum? Von wegen! Bei Hertha BSC sorgt Inverstor Lars Windhorst unmittelbar vor dem Duell beim Aufsteiger (Sonntag, 17.30 Uhr) mal wieder für Schlagzeilen.

Hertha kommt einfach nicht zur Ruhe!

Auf den Fehlstart und den Transferfrust kokettierte Trainer Pal Dardai nach der 0:5-Klatsche beim FC Bayern mit seinem Rücktritt, wofür der Ungar prompt einen Rüffel von Sportchef Fredi Bobic kassierte. Und nun schießt auch noch Windhorst gegen die blau-weiße Legende. Herthas Geldgeber im Interview mit der Süddeutschen Zeitung: „So etwas geht einfach nicht. Da denke ich doch als Spieler: Dem ist eh alles egal.“

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Windhorst will mit Hertha zeitnah in die Champions League 

Doch nicht nur auf Dardai erhöht Windhorst den Druck. Der 44 Jahre alte Unternehmer, der über sich selbst sagt, er habe keine Ahnung vom Fußball, will Hertha zeitnah in der Champions League sehen: „Das darf sicher keine fünf bis zehn Jahre mehr dauern, sondern eher zwei bis fünf.“

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Trainer Pal Dardai fordert trotz der Unruhe  von seinen Spielern in Bochum zusammenzuhalten und endlich zu punkten. 

Immerhin: Der Risikoinvestor, der seit 2019 374 Millionen Euro für 66,6 Prozent der Anteile an Herthas GmbH & Co. KGaA – nicht am Verein – erworben hat, stellt weitere Millionen in Aussicht, nachdem ein Großteil seines Geldregens bereits weg ist: „Das ist doch logisch. Ich bin hier, um zu bleiben. Ich werde niemals aufgeben. Nie.“

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Und sportlich so? Auch da brennt der Baum. Dardai fordert von seinen Spielern: „Ich will sehen, dass wir einen Teamgeist geweckt haben und nicht jeder mit sich beschäftigt ist. Wir wollen eine Einheit sein. Dafür müssen sie sich helfen, miteinander reden und sich coachen.“

Bochum kündigt Hertha heißen Tanz an 

Klar ist: Hertha muss dringend punkten. Springt auch am vierten Spieltag nichts Zählbares heraus, bleibt Hertha Tabellenletzter und die Unruhe wird noch größer. Das weiß auch Dardai: „Damit wir eine stabile Hinrunde spielen, wäre es wichtig, dass wir Minimum einen Punkt mitnehmen.“

Das blau-weiße Chaos will Bochums Trainer Thomas Reis nutzen. Nach dem Gebrüll von Ex-Herthaner Eduard Löwen darf sich Dardais Elf auf jeden Fall auf einen heißen Tanz im Ruhrstadion einstellen. Reis: „Hinten reinstellen, das ist nicht für uns. Wir wollen Zeichen setzen. Mentalität schlägt häufig auch Qualität.“

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