Hertha-Präsident Werner Gegenbauer geht beim Thema Stadion-Neubau in die Offensive. Foto: City-Press/Florian Pohl

In den Corona-Wirren rückte das Thema Hertha und ein neues Stadion ein wenig in den Hintergrund. Zumindest öffentlich. Intern hat es weiter hohe Priorität. Auch wenn der erhoffte Umzugstermin 2025 wohl kaum zu halten sein wird. Hertha-Präsident Werner Gegenbauer (70) verspricht im kicker: „Wir werden nicht aufgeben.“

Der Boss räumt im Kampf um die Arena auch eigene Fehler ein: „Es ist mit nicht gelungen, an den entscheidenden politischen Stellen mit der Überzeugung dafür zu werden, dass es für Hertha überlebensnotwendig ist, eine moderne Spielstätte zu haben.“ Der Unternehmer teilt aber auch kräftig aus: „Die Ernsthaftigkeit, mit der Hertha das Thema Stadion-Neubau angeht, wurde von den politischen Stellen sehr lange unterschätzt. Ein Teil der Berliner Politik hat die Hoffnung, dass wir aufgeben. Die kann ich den betreffenden Damen und Herren hiermit nehmen.“

Bevorzugter Standort bleibt das Olympiagelände, weil „in einer wachsenden Stadt, in der es einen harten Wettbewerb zwischen Wohnungs- und Gewerbe-Bau gibt, Standorte, die den modernen Gegebenheiten wie Abstandsregelung und Lärmschutz entsprechen, nicht breit gesät sind“.

Doch will Hertha auch flexibel sein. Gegenbauer: „Wir sind bereit, uns jeden potenziellen Standort anzusehen.“ Ein klare Botschaft auch an all jene in den eigenen Reihen, für die ein Neubau neben dem Altbau alternativlos ist: „Es ist hoffentlich jetzt bei allen angekommen, dass ein solches Projekt nicht ohne Unterstützung der Politik zu realisieren ist.“