Das Olympiastadion bleibt noch länger leer. Foto: Imago-Images/Hohlfeld

Berlin - Der größte Gegner bleibt noch lange Corona! Die EM ist zwar verschoben, doch keiner weiß, ob und wenn ja wann die Bundesliga-Saison zu Ende gespielt wird. Und wie? Mit Fans oder ohne?

 Hertha BSC hat eigentlich noch vier Heimspiele im Olympiastadion. Das Derby gegen den 1. FC Union, dann folgen Augsburg, Frankfurt und Leverkusen. Was ist, wenn keine Partie mehr stattfindet? Hertha zahlt Miete für die Betonschüssel – jedes Jahr 5,2 Millionen Euro an die Olympiastadion GmbH. Timo Rohwedder, der Chef des Olympiastadions, macht ein erstes Hilfsangebot an Hertha – Mietminderung.

„Man kann davon ausgehen, dass wir mit Hertha eine partnerschaftliche Lösung anstreben. Wir können ja nichts in Rechnung stellen, was nicht erbracht wurde“, sagte Rohwedder der „Bild“.

Vier von 17 Spielen würde der Klub nicht mehr nutzen, falls die Saison abgebrochen wird. Das wäre etwas weniger als ein Viertel weniger Miete, also rund 1,2 Millionen Euro.

Auch wenn es Geisterspiele geben würde und der Hauptstadtklub keine Zuschauereinnahmen hat, ist Rohwedder gesprächsbereit: „Selbst bei einem Geisterspiel werden wir wohl nicht einen vollständigen Mietpreis einfordern.“

Bis 2025 läuft noch der Mietvertrag, dann will Hertha eine eigene Arena haben. Dann bräuchte man auch Mietminderungsverhandlungen führen.