Lars Windhorst kritisiert Trainer Pal Dardai: Da denke ich doch als Spieler: Dem ist eh alles egal. Imago/Koch

Hertha-Investor Lars Windhorst ist nach der jüngsten 0:5-Pleite beim FC Bayern verärgert und attackiert Hertha-Trainer und Club-Legende Pal Dardai. Windhorst kritisierte wie zuvor schon Sport-Geschäftsführer Fredi Bobic den Trainer, der nach der Schlappe in München indirekt seinen Rücktritt angeboten hatte. „So etwas geht einfach nicht. Da denke ich doch als Spieler: Dem ist eh alles egal“, sagt Windhorst. Es sei klar, „dass es so nicht so weitergehen darf und auch nicht wird“, ließ der 44-jährige Unternehmer in der Süddeutschen Zeitung verlauten.

Lesen Sie auch: Hertha: Wie lange hält das Bündnis zwischen Dardai und Bobic?>>

Die Ansage klingt wie eine Drohung für Pal Dardai. Was passiert, wenn Hertha am Sonntag beim VfL Bochum wieder nicht gewinnen kann?

Folgt die Mannschaft noch den Anweisung des Trainers Pal Dardai? Imago/Popov

Windhorst lässt sich von der erneuten sportlichen Krise des Berliner Fußball-Bundesligisten aber nicht von seinen großen Plänen abbringen. „Ich werde niemals aufgeben. Nie. Habe ich noch nie in meinem Leben“, sagt er. Er wolle alles dafür tun, dass Hertha die hochgesteckten Ziele erreiche, versicherte Windhorst. „Egal, was dazu nötig ist“, bekräftigt er. Dazu könnten auch weitere Millionen-Zuschüsse gehören. „Das ist doch logisch“, sagt Windhorst.

Lars Windhorst fordert: In zwei bis fünf Jahren muss Hertha international spielen

Er habe trotz der Rückschläge seit seinem Einstieg bei der Hertha „keine Exit-Strategie. Ich habe nicht gekauft, um zu verkaufen. Wir sind hier, um zu bleiben“, sagte der Investor. Seit 2019 hat er rund 375 Millionen Euro an den Hauptstadtclub gezahlt und hält damit 66,6 Prozent an der Hertha BSC GmbH & Co. KGaA.

Langfristig möchte Windhorst den Verein mit seinen Finanzmitteln in die Champions League führen und am liebsten als internationale Marke etablieren. „Das darf sicher keine fünf bis zehn Jahre mehr dauern, sondern eher zwei bis fünf“, sagt Windhorst.

Seine Leidenschaft für Berlin und die Hertha sei durch sein Investment „enorm gestiegen. Ich hätte nie in einen anderen Verein investiert“. In seinem Umfeld würden ihm viele Respekt für seinen Durchhaltewillen und die Risikobereitschaft zollen, beteuert Windhorst.

Lesen Sie auch: Krasnodar-Boss tönt: Wirbel um Cordoba-Millionen! Kassierte Hertha viel weniger? >>