Im November 2020 versuchten die Hertha-Profis Alderete, Boyata und Plattenhardt, den Dortmunder Haaland gemeinsam zu stoppen. Klappte nicht! Imago Images/Koch

Wiedergutmachung oder verkorkstes Weihnachtsfest? Nach der 0:4-Klatsche in Mainz muss Hertha Sonnabend (18.30 Uhr, Sky) zum Abschluss der Hinrunde im Heimspiel gegen Dortmund ran – oder besser gegen Stürmer Erling Haaland (21). Wer soll bloß das norwegische Tormonster stoppen?

Trainer Tayfun Korkut beantwortet es so: „Wir müssen ihn alle gemeinsam stoppen. Es wird nicht nur ein Spieler auf ihn abgestellt, der gegen ihn spielt. Wir arbeiten lösungsorientiert. Wir müssen eine resolute Defensivleistung bringen. Es ist nicht nur Haaland, da sind auch noch andere BVB-Spieler.“

Hertha will Haaland im Kollektiv stoppen

Nur: Haaland schoss die Blau-Weißen im vergangenen November im Olympiastadion im Alleingang ab. Vier Tore in der zweiten Halbzeit, drei davon in einer Viertelstunde! Die Innenverteidiger Dedryck Boyata und Omar Alderete bekamen ihn nicht in den Griff. Hertha verlor nach 1:0-Führung am Ende 2:5.

Im Rückspiel in Dortmund gab es ein mildes 0:2 und Haaland traf nicht. Herthas Ex-Trainer Pal Dardai spielte mit Dreierkette und massivem Mittelfeld. Der Norweger bekam nicht genügend Pässe von seinen Mitspielern.

Haaland, dieser 1,94-Meter-Hüne, bleibt der Schrecken aller Abwehrspieler. Auch nach seiner Verletzungspause (Muskelprobleme im Oberschenkel) trifft er seit vier Spielen wieder. Insgesamt machte er diese Saison in zehn Bundesliga-Spielen 13 Treffer. Mit dieser Torquote von 1,3 ist er sogar noch besser als Bayerns Tormaschine Robert Lewandowski (18 Tore in 16 Spielen).

Korkut fordert Mut und Freude

Diese knifflige Aufgabe zu lösen, wird für Spieler und auch den neuen Trainer Korkut nicht einfach, besonders nicht nach dem zarten Aufschwung (2:2 in Stuttgart, 2:0 gegen Bielefeld) und dem anschließenden Desaster in Mainz. „Das Spiel in Mainz war nicht gut, aber die Mannschaft ist definitiv besser als das, was da in Mainz passiert ist. Wir brauchen Mut und Freude! Wir müssen alle mit nach hinten arbeiten und den Ball wollen“, erklärt Korkut.

Das ist sein großer Weihnachtswunsch zum Abschluss der Hinrunde. Das große Problem: Wenn es wieder einen Haaland-Torrausch gibt und Hertha verliert, könnten die Blau-Weißen die kurze Winterpause auf Relegationsplatz 16 erleben.

Korkut bleibt da noch gelassen: „Ich denke nicht an Punkte im Moment, sondern an die Entwicklung und daran, wie wir uns auf dem Platz präsentieren. Wenn wir mehr erreichen wollen, müssen wir auch mehr dafür tun.“ Am besten Sonnabend sofort.

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