War bis zum Sommer heißbegehrt und soll künftig für Hertha BSC stürmen: Frankreichs Flügelflitzer Kelian Nsona (19).  Imago

Fredi Bobic hatte es angekündigt und nun scheint es bereits sehr konkret zu werden. Herthas Boss soll sich mit Kelian Nsona (19) vom französischen Zweitligisten SM Caen einig sein. Eine Soforthilfe für den Angriff ist das Top-Talent aber nicht. 

Es ist noch nicht allzu lange her, da war Nsona in aller Munde. Allein aus der Bundesliga hatten mehrere Klubs den 1,89-Meter großen und robusten Angreifer auf dem Zettel. Neben Hertha buhlten auch die Top-Klubs aus Dortmund und Leverkusen um ihn.

Doch ein Kreuzbandriss im vergangenen Juli machte dem wechselwilligen Franzosen einen Strich durch die Rechnung. Bobic blieb aber offenbar am Junioren-Nationalspieler dran. Und das soll sich gelohnt haben. Laut Bild soll Nsona bereits in Berlin gewesen sein und kurz vor einem Wechsel in die Hauptstadt stehen. 

Kelian Nsona: Hertha sticht Freiburg aus

Damit hätte Hertha im Nsona-Poker auch Liga-Konkurrent SC Freiburg ausgestochen. Noch vor einer Woche schienen die Breisgauer in der Poleposition um den auf beiden Außenbahnen einsetzbaren Flügelstürmer. Damals hieß es, Caen wolle Nsona zwar bereits im Winter zu Geld machen, aber noch bis Sommer im Team behalten. Aufgrund Nsonas auslaufenden Vertrags soll er für rund eine Million Euro zu haben sein. 

Zwar hat Nsona die schlimmsten Monate in der Reha bereits hinter sich. Bis er aber wieder richtig fit ist, wird es wohl noch dauern. Eine Soforthilfe für Herthas nach der Leihe von Kris Piatek geschrumpfte Offensivabteilung ist er somit nicht.

Vor der 1:3-Pleite gegen den 1. FC Köln sagte Bobic am Sonntag: „Wir schauen, wo wir noch das ein oder andere machen können, vielleicht auch bereits als Vorgriff auf den Sommer. Das werden dann jüngere Spieler sein, die wir ein halbes Jahr aufbauen und die dann im Sommer bereit für die Bundesliga sind.“

Nsona erinnert an Stuttgarts Silas

Nsona ist also noch Zukunftsmusik. Dennoch dürfen sich die Fans bereits freuen. In seiner Heimat wird er mit Stuttgarts Außenstürmer Silas verglichen, der ebenfalls aus Frankreichs zweiter Liga in die Bundesliga wechselte, den VfB damals allerdings stolze acht Millionen Euro kostete. 

Sollte Herthas Deal mit Nsona schon bald in trockenen Tüchern sein, wird Bobic seiner Rolle als Schnäppchenjäger einmal mehr gerecht. Bereits Stevan Jovetic (ablösefrei), Ishak Belfodil (500.000 Euro) kamen im Sommer zum Spar-Tarif. Nach Lucas Tousart, der weiterhin als Wechselkandidat gilt, und Myziane Maolida wäre Nsona der dritte Franzose bei den Blau-Weißen. 

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