Matteo Guendouzi ist Anfang Oktober vom FC Arsenal zu Hertha  gekommen und bewegt sich jetzt schon als Chef auf dem Platz.  Foto: imago images/König

Die Spannung steigt bei Hertha BSC. Für die Blau-Weißen ist es nicht nur das Derby, sondern der Versuch, endlich im fünften Heimspiel der Saison einen Sieg zu landen. Entscheidend beim Prestige-Duell gegen Union: Wer sind die Bosse auf dem Platz?

Für Trainer Bruno Labbadia hat sich langsam eine neue Achse mit fünf Leiwölfen entwickelt.

Torwart Alexander Schwolow (28): Er strahlt Sicherheit aus und ist lautstark und behält den Überblick für seine Vorderleute.

Kapitän und Abwehrchef Dedryck Boyata (30): Nach Schwächen am Saisonanfang ist der Belgier jetzt wieder ein Fels in der Brandung. Er kann auch ein Spiel nach vorne öffnen.

Spielstratege Matteo Guendouzi (21): Der Franzose kam, sah und war gleich der Chef im Mittelfeld. Er muss Union den Spielrhythmus diktieren. Trotz seiner jungen Alters wirkt er mit seinen Pässen, seinem Auge schon sehr reif.

Dauerläufer Vladimir Darida (30): Der Tscheche ist von den Fünfen am längsten im Klub. Sein Kämpferherz ist unumstritten. Jetzt muss er seine Mitspieler beim Derby mitreißen und sie bei der Ehre packen. Nicht mit großen Worten, sondern mit Willen.

Tortrickser Matheus Cunha (21): Der Brasilianer bringt das Feuer ins Spiel und die Tore.  Darauf hofft auch Labbadia beim Derby: „Matheus kann ein Spiel entscheiden. Emotionalität hat er drin. Diese Leidenschaft braucht er auch. Er beschäftigt den Gegner, fordert Bälle und nimmt hier gerade eine Entwicklung als Spieler.“

Für die fünf neuen Leitwölfe wird das Derby der echte Härtetest. Labbadia: „Wir machen tägliche Fortschritte mit den Spielern, die eine neue Achse bilden. Wir machen im Training viele Dinge, die das unterstützen. Das sind Prozesse, die wir jeden Tag angehen. Das ist der richtige Weg. Wir haben ein ganz klares Ziel, wo wir hin wollen.“

Ein Derbysieg wäre auch für die Hierarchie in der Truppe sehr wichtig. Wer ist Vorkämpfer, wer ist Entscheider? Labbadia:  Derby ist der Reiz, das werden wir den Spielern vermitteln. Denn drei Punkte im Derby sind doppelt süß.“