Herthas Stevan Jovetic spielte beim 2:4-Test gegen Posen eine Stunde durch. Foto: City-Press

Er ist wieder da! Hertha-Stürmer Stevan Jovetic (32) meldet sich nach der Wadenverletzung endgültig zurück. Beim 2:4-Test gegen Lech Posen spielte der Montenegriner eine Stunde. Das macht Hoffnung für den Abstiegskampf und fürs Heimspiel Freitag (20.30 Uhr) gegen den VfL Bochum.

Jovetic für Hertha extrem wichtig

Als das Testspiel beendet war, erklärte Trainer Tayfun Korkut seine wichtigste Erkenntnis: „Jove ist zurück. Ich bin froh darüber, dass er seine Minuten ohne größere Probleme absolvieren konnte. Er hat ein bisschen mehr gespielt als die anderen. Man hat gesehen, dass er ein belebendes Element ist.“

Jovetic ist sogar ein bisschen mehr. Der Angreifer könnte die Überlebensgarantie im Kampf um den Klassenerhalt werden. Elf Bundesliga-Spiele machte Jovetic für die Blau-Weißen und traf fünfmal. Was ihn so wertvoll macht: Nur bei fünf der Einsätze spielte er über eine Stunde. Die Effektivität des Sommertransfers (kam ablösefrei vom AS Monaco) ist enorm: Alle 114 Minuten trifft Jovetic.

Jovetic: Verletzung beim Spiel in Mainz

Jovetic musste in Mainz nach 32 Minuten ausgewechselt werden – Wadenverletzung. Danach brachen die Blau-Weißen zusammen und verloren 0:4. Foto: Imago Images

Unter Tayfun Korkut gab es zunächst die hauchzarte Hoffnung, dass mit dem Sturmduo Jovetic und Ishak Belfodil in der Offensive vieles besser wird. Denn die beiden verstehen sich fast blind, sogar auf engstem Raum. Sein letztes Tor machte Jovetic vor sieben Wochen gegen Bielefeld (2:0). Eine Flanke von Marvin Plattenhardt nahm Belfodil elegant an, ein kurzer Pass auf Jovetic und der traf zum 1:0.

Nur drei Tage später war alles vorbei. Beim Stand von 0:1 musste Jovetic in Mainz mit einer Wadenverletzung ausgewechselt werden, Hertha war geschockt und brach desaströs mit 0:4 zusammen. Ein ganz fieser Rückschlag, aber noch schlimmer war der Ausfall von Jovetic. Drei Spiele war er nicht dabei.

Korkut: „Jove ist ein Plus-Spieler“

Beim 1:4 gegen Bayern tastete er sich die letzten 21 Minuten wieder ran. Und zeigte seine Schlitzohrigkeit, die zum Ehrentreffer durch Jurgen Ekkelenkamp führte. Bei einem laschen Rückpass des Münchners Dayot Upamecano sprintete der Montenegriner dazwischen. Er scheiterte zwar dann an Torwart Manuel Neuer, doch Ekkelenkamp konnte abstauben.

Korkut sagt, dass Jovetic ein „Plus-Spieler“ ist. „Wenn er spielen kann, bringt er uns Kreativität und Ruhe, vor allem auf den letzten Metern, und natürlich Qualität“, so der Coach. Und er bringt Unberechenbarkeit für den Gegner, weil er in seiner Karriere schon auf vielen Positionen eingesetzt wurde. Jovetic: „Ich habe Mittelstürmer gespielt, als zweite Spitze, als Nummer zehn oder auf dem linken Flügel.“

Jetzt konnte Jovetic schon mal 60 Minuten gegen Lech Posen spielen – als Mittelstürmer. Die Hoffnungen ruhen auf ihm – jetzt muss nur seine Wade halten.

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