Bei dieser Parade krachte Herthas Torwart Marcel Lotka in Dortmund mit dem Kopf gegen den Pfosten. Imago Images/Räppold/Koch

Der Relegationsschock und noch zwei große Hertha-Sorgen obendrauf. Torwart Marcel Lotka (20) erlitt beim 1:2 in Dortmund eine Gehirnerschütterung, brach sich das Nasenbein. Sein Einsatz im Hinspiel am Donnerstag ist fraglich. Dazu ist Vorzeigekämpfer Santiago Ascacibar (25) mit der fünften Gelben raus. Zu einem großen Unglück gesellen sich noch zwei dazu …

Herthas Mannschaftsarzt Dr. Ulrich Schleicher richtet die gebrochene Nase von Marcel Lotka. Der Keeper spielte weiter. Imago Images/Räppold/Koch

Lotka war in Dortmund kurz vor der Halbzeit nach einem abgewehrten Schuss mit dem Gesicht gegen den Pfosten gekracht. Der Aufprall war so stark, dass das ganz Tor zitterte. Lotka lag danach benommen am Boden, machte aber weiter. Wie tapfer er auf die Zähne biss, wurde am Sonntag bei der Diagnose klar – Gehirnerschütterung und Nasenbeinbruch.

Jarstein-Comeback nach über einem Jahr Pause?

Torwart Rune Jarstein und Co-Trainer Mark Fotheringham unterhielten sich Sonntag länger. Imago Images

Wann der junge Keeper sich von der Gehirnerschütterung erholt hat, ist noch nicht klar. Reicht die Zeit bis Donnerstag? Für die gebrochene Nase kann schnell eine Carbon-Maske angefertigt werden. Falls er ausfällt, stehen Oliver Christensen (23) und Rune Jarstein (37) bereit. Mit dem erfahrenen Norweger unterhielt sich Co-Trainer Mark Fotheringham am Sonntag länger. Kommt Jarstein nach über einem Jahr Spielpause wegen schwerer Corona-Erkrankung und Knie-OP in der Relegation zu seinem Comeback?

Ascacibar fehlt mit Gelbsperre

Schiedsrichter Tobias Stieler zeigt Santiago Ascacibar die Gelbe Karte, für den Argentinier war es die fünfte. Imago Images/Ewert/RHR Foto

Fragen über Fragen. Gewiss ist nur, dass Defensivspezialist Santiago Ascacibar nicht spielen wird. Der Argentinier sah in Dortmund vor dem umstrittenen Handelfmeter für Borussia, der dann zum 1:1 (68.) führte, wegen Meckerns seine fünfte Gelbe Karte und ist damit gesperrt. Das ist ein herber Verlust. Denn Trainer Felix Magath braucht für den Klassenerhalt echte Kämpfer.

Übrigens: Hätte Hertha den Klassenerhalt geschafft, wäre Ascacibar in der neuen Saison wegen seiner fünften Gelben Karte nicht im ersten Spiel gesperrt gewesen. Aber für die Blau-Weißen geht ja die aktuelle Spielzeit noch zwei Partien weiter …

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