Herthas Arsenal-Leihgabe Matteo Guendouzi gab nach überstandener Coronainfektion sein Debüt. Foto: Jan-Philipp Burmann/City-Press

Bruno Labbadia muss weiter auf seinen 100. Sieg als Bundesliga-Trainer warten und steckt mit Hertha BSC knapp vor den Abstiegsrängen fest. Gegen seinen Ex-Club VfL Wolfsburg reichte es für Hertha beim Debüt von Arsenal-Leihgabe Mattéo Guendouzi nur zu einem 1:1 (1:1). Matheus Cunha (6. Minute) brachte die Blau-Weißen am Sonntagabend beim Geisterspiel im Olympiastadion früh in Führung. Ridle Baku (20.) gelang aber bald der Ausgleich. Die Berliner sind trotz ihrer großen Ambitionen somit seit fünf Spielen sieglos, in Heimspielen weiter ohne dreifachen Punktgewinn und haben als Tabellen-14. zwei Zähler Vorsprung auf den Relegationsrang.

Labbadia selbst ließ seine Startelf im Vergleich zum 1:2 in Leipzig unverändert. Guendouzi saß nach auskurierter Corona-Infektion erstmal auf der Bank, kam dann aber nach 57 Minute in einer Phase, in der die Berliner auf den Siegtreffer drängten.

Schon der Start verlief für die Hauptstädter verheißungsvoll: Matheus Cunha rutschte bei seinem Schuss von der Strafraumgrenze zwar aus, doch der Ball trudelte ins lange Eck. Früher hatte die Hertha im März 2019 ein Bundesliga-Tor erzielt. Allerdings agierten die Wolfsburger dabei so passiv, wie man es zuletzt oft von der Hertha-Defensive gewohnt war.

Und Sicherheit gab die Führung den Berlinern auch nicht. Die Wolfsburger agierten zielstrebiger. Baku kam ähnlich unbedrängt zum Schuss und sorgte sehenswert für den Ausgleich. Was Labbadia gefallen konnte, sein Team ließ sich nicht hängen und erspielte sich ein Übergewicht. Dodi Lukebakio (32.) traf das Außennetz. Als Omar Alderete (35.) wenig später im Strafraum zu Boden ging, entschied Schiedsrichter Martin Petersen auf Strafstoß - eine Überprüfung per Video ergab allerdings weder von Wout Weghorst noch Baku ein elfmeterwürdiges Fehlverhalten.

Nach dem Seitenwechsel bestimmten die Berliner das Geschehen. Wolfsburg zog sich immer weiter zurück. Lukebakio (53.) scheiterte am glänzend reagierenden VfL-Schlussmann Koen Casteels. Jhon Cordoba kam frei zum Schuss, doch Maxence Lacroix (72.) grätschte den Ball gerade noch weg. Hertha-Kapitän Dedryck Boyata (84.) scheiterte später per Kopfball. Zuvor vergab Weghorst (77.) per Kopf die beste Wolfsburger Chance nach der Pause.