Herthas Stevan Jovetic traf in der 64. Minute zum 2:3-Anschlusstreffer. Die Aufholjagd gelang dann nicht ganz in Leipzig.
Herthas Stevan Jovetic traf in der 64. Minute zum 2:3-Anschlusstreffer. Die Aufholjagd gelang dann nicht ganz in Leipzig. City-Press

Herthas Horrorbilanz gegen RB Leipzig geht weiter. Elfte Pleite im dreizehnten Spiel gegen RB. Die Blau-Weißen verlieren 2:3 (0:3) gegen den Brause-Klub. Die Serie von fünf Spielen ohne Niederlage ist futsch. Aber was war das für ein irres Spiel?

„Wir wollen mit voller Energie spielen“, hatte Trainer Sandro Schwarz angekündigt. Das klappte zunächst auch ganz gut. Aber nur für 20 Minuten. Dann ein fatales Missverständnis zwischen Marco Richter und Stevan Jovetic an der Mittellinie. Jovetic mit einem überflüssigen Hackentrick, Richter hatte keine Chance, an den Ball zu kommen. Durch den Ballverlust konnte Leipzigs Andre Silva die Kugel blitzschnell zu Dominik Szoboszlai geben. Der passte in den Strafraum und Emil Forsberg traf mit dem Oberschenkel zum 1:0 (25.).

Orban trifft auch noch zum Pausenpfiff

Voll ins offene Messer gelaufen. Die Blau-Weißen waren danach geschockt. Leipzig drückte immer mehr und nach einer Ecke von Dominik Szoboszlai der nächste Tiefschlag. Abdou Diallo stieg am höchsten, Agustin Rogel und David Raum streiften danach den Ball mit ihren Köpfen - unhaltbar für Torwart Oliver Christensen. 0:2 nach 30 Minuten. Als Nachschlag erhöhte Willi Orban in der 45. Minute dann auf 3:0. Das sah alles nach der nächste herben Klatsche gegen RB aus (vergangene Saison setzte es ein 0:6 und ein 1:6). Doch es kam dann doch etwas anders.

In der zweiten Halbzeit setzte Trainer Schwarz ein Signal. Für Marvin Plattenhardt kam Maxi Mittelstädt und für den defensiven Mittelfeldspieler Ivan Sunjic kam mit Wilfried Kanga der zweite Stürmer neben Jovetic.

Hertha wie verwandelt aus der Kabine

Hertha machte mehr Druck und bekam in der 60. Minute einen Handelfmeter zugesprochen. Eine Flanke von Jonjoe Kenny hatte Leipzigs Diallo mit dem Unterarm gestoppt. Dodi Lukebakio verwandelte nach langem Wsrten eiskalt zum 1:3 (62.).

Und es kam noch besser: Jovetic traf zwei Minuten später per Drehschuss zum 2:3. Der Doppelschlag beflügelte die Blau-Weißen. Plötzlich war wieder alles drin. Es ging hin und her. Außenstürmer Lukebakio (!) rettete mit Grätsche und blockte ein Torschuss von Christopher Nkunku ab (80.). Dann hatte Chidera Ejuke die Chance zum Ausgleich per Lupfer (81.). Leipzigs Xaver Schlager rettete auf der Linie.

Auch der eingewechselte  Davie Selke hatte noch eine Riesenchance (86.) zum Ausgleich. Kanga traf in der Nachspielzeit noch den Pfosten (90.+4). Bitter! Es blieb beim 2:3. Hertha mit starker zweiter Halbzeit, noch nie sah eine Pleite in Leipzig so gut aus. Aber am Ende sind die Blau-Weißen jetzt wieder ganz tief im Tabellenkeller.

Lesen Sie hier mehr über Hertha BSC >>