Hertha Dodi Lukebakio machte das schönste Tor per Volleyschuss zum 1:3. Aber es reichte nicht. Die Blau-Weißen verlieren 2:3 gegen Bayern.
Hertha Dodi Lukebakio machte das schönste Tor per Volleyschuss zum 1:3. Aber es reichte nicht. Die Blau-Weißen verlieren 2:3 gegen Bayern. City Press

Es gibt in dieser Saison keine Wunder für Hertha BSC. Die Blau-Weißen kämpfen tapfer, aber verlieren vor 75.000 Fans im Olympiastadion 2:3 (2:3) gegen den FC Bayern und bleiben tief im Tabellenkeller stecken.

Die Bayern ließen Hertha erst mal zehn Minuten gewähren. Dodi Lukebakio prüfte Torwart Manuel Neuer bei seinem Comeback nach Schulterverletzung (4.), Davie Selke hatte die zweite Torchance (10.), dann schlug der Rekordmeister zu. Ballverlust von Suat Serdar im Mittelfeld. Sadio Mane passte zu Jamal Musiala und der schob zum 1:0 (12.) ein.

Zweimal Choupo-Moting, Dodi und Selke schlagen zurück

Lange passierte nichts, doch dann folgten vor der Pause verrückte acht Minuten. Bayerns Eric-Maxim Choupo-Moting erhöhte per Doppelschlag (37./38.) auf 3:0. Es roch nach der typischen blau-weißen Klatsche gegen die Münchner.

Doch nichts da! Lukebakio antwortete mit einem sensationellen Volleytor zum 1:3 (40.). Sein sechster Saisontreffer, eine weitere Empfehlung des Belgiers für die WM. Und es kam noch besser. Nach Videosichtung gibt es einen Elfer für die Blau-Weißen, weil Bejamin Pavard brutal auf den Fuß von Selke getreten war. Selke verwandelte souverän den Strafstoß zum 2:3 (45.). Nach diesem Anschlusstreffer ballte Trainer Sandro Schwarz auf der Tartanbahn die Fäuste, schwang sie nach oben und feuerte die Fans an. Herthas Profis bewiesen diesmal eine Blitzmoral und hielten die Partie spannend.

Herthas Fans zünden blaue Nebeltöpfe

Fans von Hertha BSC zündeten blaue Nebeltöpfe zum Start der zweiten Halbzeit.
Fans von Hertha BSC zündeten blaue Nebeltöpfe zum Start der zweiten Halbzeit. City-Press

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Mit Volldampf ging es in der zweiten Halbzeit weiter. Aber erstmal nur von Herthas Fans. Mit blauen Nebeltöpfen hüllte die Anhänger in der Ostkurve das gesamte Olympiastadion ein. Und was passierte auf dem Rasen? Zunächst drückten die Bayern wieder. Hertha wurde in der Abwehr schwindelig gespielt und hatte in der 59. Minute Glück, dass ein Eigentor von Agustin Rogel nicht zählte, weil vorher Musiala im Abseits stand.

Dann nahm Trainer Schwarz drei Wechsel vor. Willy Kanga kam für Selke (64.), Chidera Ejuke für Serdar (64.) und Maxi Mittelstädt für Marvin Plattenhardt (65.). Neuer Schwung in der Offensive? Etwas, aber es sprang kein Tor mehr heraus. Hertha verliert und muss nun in der englischen Woche in Stuttgart (Dienstag) und gegen Köln (Sonnabend) mindestens vier Punkte holen, damit die Winterpause nicht zu kalt im Tabellenkeller wird. 

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