Zeigte seine Klasse bei Hertha BSC bisher kaum. Jetzt will Suat Serdar unter Trainer Sandro Schwarz durchstarten. Imago

Das wird für Suat Serdar (25) die wichtigste Saison seiner Karriere. Im zweiten Anlauf soll der Rohdiamant endlich für Hertha BSC glänzen. Bei den Planspielen des neuen Cheftrainers Sandro Schwarz (43) spielt der Deutsch-Türke eine Hauptrolle, um endlich als Mittelefeldmotor mehr Schwung in die blau-weiße Offensive zu bringen. Schwarz poliert Serdar auf …

Herthas neuer Coach Sandro Schwarz will aggressiven Angriffsfußball von den Profis sehen. Imago Images/Räppold/Koch

Bei seinem Amtsantritt machte Schwarz sofort klar, wie wichtig der Mittelfeldspieler in der neuen Spielzeit werden soll: „Suats Vielseitigkeit ist ein Plus, aber seine Stärken kann er auf der Acht am besten ausspielen. Er bringt als Box-to-Box-Spieler alles mit: Übersicht, Passspiel, Tiefe, Torgefährlichkeit und eine sehr gute Qualität in der Balleroberung.“

Das sollte auch schon vergangene Saison so sein, als er vom damaligen Absteiger Schalke 04 kam. Das Problem war nur: drei Trainer mit Pal Dardai, Tayfun Korkut und Felix Magath. Jeder hatte andere Vorstellungen und Serdar musste oft auf die Flügel auswechseln. Dabei ist er ein zentraler Mittelfeldspieler. Schwarz macht damit gleich von Anfang an Schluss.

Sandro Schwarz machte Suat Serdar zum Star

Kein Wunder! Er kennt Serdar nicht nur aus Mainz, er machte ihn beim FSV 2017/18 zum Bundesliga-Stammspieler. Im Sommer 2018 wechselte Serdar dann zu Schalke 04 und wurde sogar Nationalspieler bei Ex-Bundestrainer Jogi Löw. Im November 2019 war der Techniker mit 22 Jahren auf dem vorläufigen Höhepunkt seiner Karriere. Doch bei Schalke ging er im Chaos und Niedergang 2021 völlig unter.

Gemeinsame Zeit bei Mainz: In der Saison 2017/18 machte Trainer Sandro Schwarz den Mittelfeldspieler Suat Serdar zum Stammspieler. Imago Images/Hoffmann

Eigentlich sollte bei Hertha alles besser werden. Doch bis auf das minimalste Minimalziel Klassenerhalt durch Relegation musste der Mittelfeldspieler wieder leiden. Der nächste Kick in seiner Karriere muss jetzt kommen.

Hertha BSC: Serdar will unter Schwarz durchstarten

Vergangenes Jahr hatte Serdar gesagt: „Ich brauche eine richtig gute und eine ruhige Umgebung, um meine fußballerischen Fähigkeiten abzurufen.“ Die gab es weder bei Schalke noch bei Hertha in der vergangenen Saison. Serdars große Hoffnung ist, dass sein Entdecker Schwarz schnell dafür sorgt. Das Vertrauen hat er ja schon vom Trainer.

Nach seiner Erkältung will er in den nächsten Tagen ins Training einsteigen. Donnerstag fuhr er schon mal auf den Hertha-Hof, um sich noch mal durchchecken zu lassen. Der Mittelfeldspieler hat an sich selbst eigentlich ganz andere Ansprüche. Nicht Bundesliga-Abstiegskampf, sondern die internationale Bühne. Zweite Hertha-Saison, zweiter Versuch! Wenn es klappt und Schwarz seinem Umschaltspieler Serdar neuen Glanz verleiht, ist sogar ein Anruf von Bundestrainer Hansi Flick wieder drin.

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