Das Tor zur nächsten Hertha-Pleite. Freiburgs Lienhart köpft in der 17. Minute zum 1:0 ein. Foto: Imago Images

Aus dem Saisonstart wird die nächste Krise. Die Blau-Weißen verlieren ihr Heimspiel 1:2 (0:1) gegen den SC Freiburg und taumeln mal wieder der Abstiegszone entgegen. Pfiffe nach dem Spiel für die Profis. Enttäuschung und die große Sorge: Wird es dritte Katastrophensaison in Folge? Hertha, das tut nur noch weh!

Lienhart schockt Hertha

Alle hatten nach der derben 0:6-Klatsche bei RB Leipzig vor einer Woche Besserung versprochen. In der ersten Viertelstunde sah das blau-weiße Spiel auch noch ganz gut aus. Doch dann köpfte Freiburgs Philipp Lienhart nach einer Ecke zum 0:1 (17.) ein. Danach wurde die Verunsicherung bei Herthas Profis immer größer. Keine präzisen Pässe, keine Dynamik und damit auch kein echter Schwung für das Angriffsspiel.

Dann kam auch noch Pech dazu. Davie Selke stieß beim Kopfballduell mit Freiburgs Nico Schlotterbeck zusammen (31.) – blutende Platzwunde. Mit Kopfverband konnte der Stürmer noch bis zur Pause durchhalten. Dann ging es nicht mehr.

In der zweiten Halbzeit kam für ihn Kris Piatek. Und der Wechsel lohnte sich. Der Pole traf bei seinem Heim-Comeback nach viermonatiger Verletzungspause (Fußgelenksbruch) in der 70. Minute zum 1:1. Danach spielten die Blau-Weißen etwas mutiger. Die Hoffnung, doch noch zu gewinnen, war da. Maxi Mittelstädt: „Nach dem Ausgleich hatte ich das Gefühl, dass wir dran sind.“

Krzysztof Piatek jubelt über sein Tor zum 1:1. Foto: City-Press

Der eingewechselte Jurgen Ekkelenkamp hatte die Riesenchance, aber er traf nur die Oberkante der Latte (74.).

Vier Minuten später dann die nächste eiskalte Dusche. Freiburgs Nils Petersen nutzte ein Durcheinander in der Hertha-Abwehr nach einer Ecke aus und traf per Scherenschlag zum 2:1 (78.). Da war die Niederlage perfekt. Mittelstädt: „Das ist ärgerlich, durch zwei Standardtore zu verlieren.“

Wieder zwei Gegentore nach Ecken

Manager Fredi Bobic hielt sich im Gegensatz zur 0:6-Pleite in Leipzig mit Kritik moderat zurück und mimte Gelassenheit: „Wenn du einen negativen Lauf hast, verlierst du solche Spiele. Da war ein Gegner, der einen Lauf hat. Das Spiel musst du nicht verlieren. Ich habe aber viele positive Ansätze gesehen. Die Leistung war von der Art und Weise in Ordnung. Es ist nicht so, dass wir jetzt in Panik verfallen.“

Doch trotz Kampf und Willen war wieder mal kein konstanter Spielfluss zu erkennen. Auf Trainer Pal Dardai wartet in der Länderspielpause jede Menge Arbeit, um das Zusammenspiel auf dem Platz zu verbessern. Besonders das Verhalten bei Ecken…

Dardai: „Die Möglichkeit war da, zu gewinnen. Wenn nicht die zwei Standards gewesen wären, hätte jeder gesagt, wie clever wir gespielt haben.“

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