Das sah man bisher noch nicht von Herthas Dodi Lukebakio: Der Stürmer verhindert mit einer Rettungstat ein Tor des Leipzigers Christopher Nkunku.
Das sah man bisher noch nicht von Herthas Dodi Lukebakio: Der Stürmer verhindert mit einer Rettungstat ein Tor des Leipzigers Christopher Nkunku. imago images

Noch immer staunen alle über Herthas 2:3 in Leipzig. 0:3 zur Pause, dann diese Leistungsexplosion in der zweiten Halbzeit. Wie geht das? Einfache Antwort: Dodi Lukebakio (25) schlecht, Hertha schlecht! Dodi Lukebakio gut, Hertha gut! Aber warum ist das so? Manager Fredi Bobic lüftet jetzt ein einleuchtendes Geheimnis …

Kein Zweifel! Momentan genießen alle den besten Lukebakio als Flügelstürmer, seit er 2019 zu den Blau-Weißen kam. Das hat Trainer Sandro Schwarz geschafft. Er hat den Dreh raus, den Belgier zu Höchstleistungen zu trimmen. Doch die Leistungen sind noch immer schwankend. Bobic sagt es knallhart: „Dodi ist einer, der viel ausmachen kann. Erste Halbzeit grottenschlecht, wirklich grottenschlecht. Zweite Halbzeit überragend. Und genau das will ich über 90 Minuten sehen, das will auch Sandro Schwarz sehen.“

Bobic: „Komischerweise ist es so ...“

Herthas Sandro Schwarz pusht Dodi Lukebakio von der Seitenlinie zu Höchstleistungen.
Herthas Sandro Schwarz pusht Dodi Lukebakio von der Seitenlinie zu Höchstleistungen. imago images/Sielski

Dann haut Bobic diesen Satz raus: „Komischerweise ist es so: Immer wenn Dodi auf der Seite von Sandro ist, spielt er richtig gut. Dann kriegt er auch die Tritte von außen.“ Ja, das ist auffällig. Auch in Leipzig war es so. In der ersten Halbzeit stürmte Lukebakio auf der gegenüberliegenden Seite der Trainerbank. Weit entfernt von Schwarz. In der zweiten Halbzeit konnte der Coach Lukebakio in unmittelbarer Nähe immer wieder mit Kommandos und Aufmunterungen auf grandiose Betriebstemperatur bringen.

Lukebakios grandiose Rettungstat

Der Glanzpunkt waren nicht sein Elfmetertor in der 62. Minute zum 1:3 oder die Dribblings, sondern die Rettungstat in der 80. Minute. Im Vollsprint rannte der Außenstürmer zurück in den eigenen Strafraum und verhinderte akrobatisch mit der Fußspitze, dass der Ball nach einem Schuss von Leipzigs Christopher Nkunku zum 2:4 ins Tor ging. Bobic lobt: „Die Aktion war natürlich weltklasse, wie er den Ball gerettet hat. Genau das will der Trainer sehen und dann rennen auch die Jungs für ihn. Dodi hat gezeigt, was er der Mannschaft mit seiner Energie geben kann. Und das müssen wir jeden Tag mitnehmen. Er nimmt die Kritik auch an.“

Auch Schwarz verteilt bei Lukebakio einen Mix aus Lob und Kritik: „In der ersten Halbzeit brauchen wir auch einen Dodi. Das habe ich ihm auch gesagt. Da hätten wir uns durch ihn auch mehr Entlastung in der Defensive gewünscht. Es geht, wenn in der 80. Minute, dann erst recht in der 7. Minute. Dodi ist ein wichtiger Spieler in der Gruppe. Diese Rettungsaktion war symptomatisch für uns als Team. Die Ersatzspieler, die sich warm gemacht haben hinterm Tor, haben ihn abgefeiert dafür.“

Ja, jetzt muss Lukebakio es auch noch ohne Extra-Motivation des Trainers von der Seitenlinie hinbekommen.

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