Peter Pekarik bekam bei Herthas 5:0-Test in Ludwigsfelde einen Schlag auf den Oberschenkel. Trotz Blitzbehandlung humpelte in der 22. Minute vom Platz.
Peter Pekarik bekam bei Herthas 5:0-Test in Ludwigsfelde einen Schlag auf den Oberschenkel. Trotz Blitzbehandlung humpelte in der 22. Minute vom Platz. imago images/Behrendt

222 Pflichtspiele für Hertha BSC, in der 22. Minute beim 5:0-Test in Ludwigsfelde wegen Verletzung ausgewechselt. Die legendäre blau-weiße Nummer 2  Peter Pekarik (36) – humpelte vom Platz. Verdammt, die über 10-jährige Pekarik-Ära bei Hertha kann doch nicht mit einem Pferdekuss im linken Oberschenkel enden.

Der slowakische Nationalspieler muss jetzt erstmal pausieren. Es kann für Mister Zuverlässig schon sein letztes Spiel im blau-weißen Dress gewesen sein. Denn ein Abschied des rechten Außenverteidigers im Winter rückt immer näher. 

Zwar verlängerte Pekarik im Sommer seinen Vertrag nochmal um ein Jahr, doch in dieser Saison spielte der Routinier bisher nur sieben Minuten beim 1:1 gegen Mainz. Ein Wechsel in seine Heimat zum Abschluss seiner Karriere ist seit Wochen ein Thema.

Hertha BSC: Pekarik war immer der Rückhalt im Abstiegskampf

Für Peter Pekarik brachte sogar Felix Magath eine Wasserflasche im Abstiegskampf.
Für Peter Pekarik brachte sogar Felix Magath eine Wasserflasche im Abstiegskampf. imago images/Contrast

Pekarik kam im Sommer 2012 vom VfL Wolfsburg. Hertha war gerade in die Zweite Liga abgestiegen. Mit ihm stiegen die Blau-Weißen 2013 direkt wieder auf und danach nie wieder ab. Vergangene Saison war der fleißige Pekarik ein ganz entscheidender Spieler für den Klassenerhalt. Hertha-Retter Felix Magath machte ihn quasi zum wichtigsten Führungsspieler.

Mit Jos Luhukay, Pal Dardai, Ante Covic, Jürgen Klinsmann, Alexander Nouri, Bruno Labbadia, Tayfun Korkut, Magath und jetzt Sandro Schwarz spielte Mister Zuverlässig unter neun Trainern. Ausnahmslos alle – sogar Klinsmann in seinem zweifelhaften Kaderdossier – lobten ihn: „Hervorragender Teamplayer, ein Musterprofi.“

Hertha-Trainer Schwarz: „Pekarik ist ein enormer Faktor in der Gruppe“

Immer wieder musste sich der Slowake neu beweisen gegenüber Konkurrenten, saß auf der Bank, aber verhielt sich vorbildlich – gemeckert hat er nie darüber. Mitchell Weiser, Valentino Lazaro, Lukas Klünter, Deyovaisio Zeefuik. Denn am Ende war Pekarik wieder in der Startelf, weil er trotz seines Alters immer fleißig bleibt. Auch Sandro Schwarz sagt: „Ein Vorbild, Peka ist mit seiner Erfahrung ein enormer Faktor für die Gruppe, auch wenn er nicht spielt.“

Seine Zeit läuft trotzdem bei Hertha ab, weil Schwarz auf Jonjoe Kenny setzt. Schwarz sagt es nicht direkt: „Natürlich gibt es Spieler, die über ihre Situation nachdenken. Dann sollten wir klar, offen und ehrlich darüber reden und dann finden wir eine Lösung.“

Es sieht vieles nach einem Winterabschied aus. Aber doch bitte nicht so: Mit einem Pferdekuss in Ludwigsfelde.

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