Ivan Sunjic trainierte Mittwoch das erste Mal bei Hertha. Steigerungsläufe standen für den Neuzugang auf dem Programm.
Ivan Sunjic trainierte Mittwoch das erste Mal bei Hertha. Steigerungsläufe standen für den Neuzugang auf dem Programm. Imago Images/Räppold/Koch

Hertha BSC hat einen neuen defensiven Mittelfeldspieler. Ivan Sunjic (25) vom englischen Zweitligisten Birmingham City trainiert seit Mittwoch bei den Blau-Weißen. Darf jetzt Gaucho-Kämpfer Santiago Ascacibar (25) gehen?

Schnäppchenjäger-Manager Fredi Bobic hat mit der Sunjic-Verpflichtung alle überrascht. Für ein Jahr wird Sunjic erst mal nur ausgeliehen. Dann wird entschieden, ob der Mittelfeldspieler von Birmingham gekauft wird. Der 1,85-Meter-Mann mit der schulterlangen Mähne spielte vorher bei Lokomotive Zagreb und Dinamo Zagreb. Nach drei Jahren auf der Insel hat er jetzt Lust auf die Bundesliga.

„Ich bin glücklich darüber, mich in einer neuen Liga, einer neuen Umgebung beweisen zu können und kann es kaum erwarten, loszulegen. Nun bin ich gespannt darauf, meine neuen Kollegen kennenzulernen und möchte mich so schnell wie möglich bei Hertha eingewöhnen“, waren seine Antrittsworte.

Sunjic gibt im Training Vollgas

Gesagt, getan! Nach einem Leistungstest in der Kabine beschritt Sunjic Mittwoch, um 11.56 Uhr, zum ersten Mal den Schenckendorffplatz – mit dabei die Nationalspieler Dedryck Boyata (Belgien) und Krszysztof Piatek (Polen), die erst seit Montag wieder aus dem Urlaub zurück sind. Während die anderen blau-weißen Profis gerade ihre Einheit beendet hatten, mussten die drei bei Steigerungsläufen schwitzen. Sunjic war der Schnellste und überholte sogar Piatek auf der Zielgeraden. Die Mannschaft applaudierte. Ein nettes Willkommens-Klatschen.

Ascacibar wartet auf ein Angebot

Santiago Ascacibar zieht beim 1:0-Testspiel in Babelsberg ab. War es schon sein letzte Partie für Hertha?
Santiago Ascacibar zieht beim 1:0-Testspiel in Babelsberg ab. War es schon sein letzte Partie für Hertha? City-Press

Piatek wurde eine Runde vorher noch mit „Pistolero, Pistolero“ von einem Mitspieler angefeuert. Es war Santiago Ascacibar, ausgerechnet der Argentinier! Ascacibar, der im Endspurt zum Klassenerhalt ein wichtiger Leistungsträger als vorbildlicher Kämpfer wurde, hatte schon vor Wochen angekündigt, dass er gerne den Verein wechseln möchte, obwohl er noch einen Vertrag bis 2024 hat. Bei dem argentinischen Sender „TycSports“ erklärte er im Juni: „Ich möchte wirklich eine Luftveränderung haben. Ich weiß nicht, wohin, aber ich bin sicher, dass ich mich auf eine Veränderung freue.“

Bobic, der den Kader verkleinern muss und dabei besonders die Besserverdiener im Team in Blick hat, sagte bereits: „Wenn das Angebot passt, das für beide Seiten Sinn macht, dann reden wir.“ Noch ist es nicht da. Aber es gibt mit FC Valencia, FC Sevilla, Betis Sevilla aus Spanien und Boca Juniors aus Argentinien Interessenten. Nach dem Sunjic-Transfer ist die Bahn frei für Ascacibar. Ein Wechsel ist wohl nur noch eine Frage von Tagen.

Lesen Sie hier mehr über Hertha BSC >>