Die Rückkehr von Salomon Kalou (2.v.l.) ins Teamtrainig freut offensichtlich seine Hertha-Kollegen. Foto: City-Press GmbH

Hertha lacht wieder! Die Rückkehr von Salomon Kalou ins Teamtraining macht alle Blau-Weißen froh. Während Trainer Alexander Nouri den Ivorer weiter nicht für den Spieltag einplant, träumt Kalou bereits von einem besondern Jubiläum.

„Vielleicht darf ich auch nochmal spielen. Ich brauche nur noch zwei Tore, für 50 Treffer in der Bundesliga“, sagt Kalou.

Kalous Wort hat Gewicht

Dass Kalou und auch sein Kollege Alexander Esswein das erste Mal seit fast zwei Wochen Herthas Trainingsgrün gemeinsam mit den Kollegen bespielen durften, lag an einer Intervention des Mannschaftsrat. Das teaminterne Gremium wurde vor der Saison von Ex-Ex-Trainer Ante Covic mit den beiden etatmäßigen Kapitänen Ibisevic und Niklas Stark, Per Skjelbred und Arne Maier besetzt. Auch Kalou gehört dazu. Die Mannschaftsprecher wurden bei Cheftrainer Alexander Nouri, 40, vorstellig und baten diesen, Kalou und Esswein wieder zu integrieren, da beide wichtige Figuren für die Stimmung im Team seien.

Eigentlich hatten beide nach dem Kamikaze-Rücktritt von Jürgen Klinsmann unter Nouri zunächst am Spielbetrieb wieder teilnehmen dürfen. In der vergangenen Woche fehlten sie allerdings. Während Esswein bei der U23 trainierte und mithelfen sollte, den Junioren bei der 1:3 Niederlage beim Berliner AK in der Regionalliga unter die Arme zu greifen, aber letztlich ohne Einsatz blieb, fehlte Kalou angeblich aufgrund von „individueller Belastungssteuerung“. Von einer erneuten, offiziellen Verbannung sprach Nouri nicht.

Wichtig für das Binnenklima

Die kollegiale Intervention zeigt, was vielen Beobachtern klar war und deswegen größtenteils nur Kopfschütteln hervorrief, als Nouris Ex-Chef Jürgen Klinsmann den Champions League Sieger von 2012 im Winter final aussortierte. Kalou ist weiterhin wichtig für Hertha. Auf und neben dem Platz. Mit seiner Aufgeschlossenheit, seinem Humor und seiner positiven Art, wirkt er entscheidend auf das Binnenklima in der Mannschaft ein. Seine Ausstrahlung und seine Erfahrung sind, insbesondere für die vielen jungen Spieler in der Kabine, eine wichtige Stütze. Zum mittlerweile 34-Jährigen schauen fast alle Mitspieler auf, sein Wort hat nach wie vor Gewicht.

Ob Kalous Präsenz dort allein reicht, um in Düsseldorf (Freitag, 20.30 Uhr) eine Reaktion auf das 0:5-Debakel gegen Köln zu zeigen, wird man sehen.