Ganz schön knappe Kiste!

Hertha BSC: Handy-Absturz! So irre lief der Poker um Stürmer Tabakovic

Herthas Sportdirektor Benjamin Weber enthüllt im Interview eine technische Panne bei der Verpflichtung von Stürmer Haris Tabakovic. 

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Hertha BSC hat wieder einen Stürmer, der auf Anhieb trifft. Haris Tabakovic netzte in fünf Spielen schon fünfmal ein.
Hertha BSC hat wieder einen Stürmer, der auf Anhieb trifft. Haris Tabakovic netzte in fünf Spielen schon fünfmal ein.imago images/Beautiful Sports

Stürmer Haris Tabakovic (29), genannt „Fluppe“, macht Herthas Fans froh. Fünf Spiele, fünf Tore. Bei Fluppe flutscht es richtig! Doch die Verpflichtung des Schweiz-Bosniers vor sechs Wochen liefbei Hertha BSC dagegen gar nicht so glatt ab.  Mitten im Transferpoker vor sechs Wochen gab es ein alltägliches technisches Problem. Das Handy des Hertha-Sportdirektors Benjamin Weber stürzte ab - Akku leer.

Weber erzählt das Missgeschick ganz offen und ehrlich in einem Interview für Transfermarkt.de, was da am 30. Juli passiert ist: „Ja, tatsächlich ist mein Handy aus irgendeinem Grund abgestürzt und ging für zehn Minuten nicht. Da war ich kurz unruhig. Es war der Akku leer, ausgerechnet in dem Moment, als wir die letzten Details im Zuge des Transfers von Haris Tabakovic besprochen haben.“

Die Ablöse von rund 500.000 Euro für Austria Wien war wegen einer festgeschriebene Summe in der Ausstiegsklausel  klar, auch das Gehalt und die Vertragsdauer bis 2026 für den 1,94-Meter-Riesen waren längst besprochen. Der Poker um Tabakovic ging nämlich bereits über Wochen. Doch dann sollte die Reiseroute besprochen werden. Wie und wann kommt der Stürmer nach Berlin?

Herthas Sportdirektor Weber: „Mein Handy ging 20 Minuten nicht“

Herthas Sportdirektor Benjamin Weber musste mit wenig Geld, den Kader komplett umbauen.
Herthas Sportdirektor Benjamin Weber musste mit wenig Geld, den Kader komplett umbauen.imago images/Koch

Weber weiter: „Das war sehr spät am Abend. In dem Moment wollten wir entscheiden, ob er am darauffolgenden Tag nach Berlin fliegt oder nicht. Es hat bestimmt 20 Minuten gedauert, bis das Handy wieder angegangen ist. Haris und sein Berater dachten schon, ich sei schlafen gegangen. Zum Glück wurde der Akku von meinem Handy wieder aufgeladen und er ist am nächsten Tag nach Berlin gekommen.“

Kein Wunder, Webers Mobiltelefon war während der Transferperiode im Dauerbetrieb. Für Weber war es der erste richtige heiße Wechsel-Sommer, nachdem er im Januar als Sportdirektor verpflichtet wurde. Über die Episode mit Tabakovic kann er jetzt lachen, doch er sagt auch: „Mit einem Achtstundentag ist es nicht machbar. Es ging in der Transferphase sicherlich über das normale Maß etwas hinaus – wie aber bestimmt bei vielen anderen auch. Wir waren insgesamt ein gutes Team und viele haben mitgeholfen.“

Weber: „Tabakovic hatten wir länger auf dem Zettel“

Weber ist einfach nur happy, dass es mit dem Tabakovic-Transfer am Ende so gut geklappt hat. „Er ist ein toller Typ und war sofort hellauf begeistert von Hertha und Berlin. Wir hatten ihn schon länger auf dem Zettel und haben ihn uns auch mehrfach live angesehen. Das letzte Mal am Tag nach unserem Spiel in Düsseldorf, da hat er mit Austria gegen Sturm Graz gespielt“, erklärt Weber und führt fort: „Am Abend nach dem Spiel mussten wir entscheiden, ob wir seine Ausstiegsklausel ziehen. Er hätte sonst sehr wahrscheinlich etwas anderes gemacht. Das finale Gespräch mit Haris war gegen halb eins in der Nacht, am nächsten Tag ist er in den Flieger gestiegen und wir haben alles abgewickelt.“

Tabakovic unterschrieb und jetzt hoffen alle, dass Fluppes Tor-Akku immer aufgeladen ist...