Herthas Trainer Sandro Schwarz nach dem Pokal-Aus in Braunschweig. Er wirkt nachdenklich.
Herthas Trainer Sandro Schwarz nach dem Pokal-Aus in Braunschweig. Er wirkt nachdenklich. imago images/Koch

Knapp sechs Wochen Saisonvorbereitung und jetzt diese total überflüssige Pokalpleite in Braunschweig nachdem Hertha schon 2:0 geführt. Für Trainer Sandro Schwarz ist das eine herbe Enttäuschung in seinem ersten Pflichtspiel. Doch der Coach ließ sich das nach dem Abpfiff nicht anmerken.

„Ich habe es den Jungs gerade in der Kabine gesagt: Wir haben hier als Gruppe im ersten Spiel alles mitgenommen. 55 Minuten ein sehr gutes Spiel abgeliefert. Wir hatten alles im Griff. Die Möglichkeit zum 3:0, um den Sack zu zumachen. Dann der Doppelschlag. In der Verlängerung sind wir nochmal super zurückgekommen. Da haben wir gute Moral bewiesen. Danach war es Elferlotterie“, erklärte Schwarz.

Doch er hat auch gesehen, dass in der zweiten Halbzeit plötzlich nicht mehr viel zusammenlief: „Wir haben in der zweiten Halbzeit dann von Minute zu Minute schlechter verteidigt. Da waren wir nicht mehr kompakt.“

Das muss so schnell wie möglich abgestellt werden. Doch Schwarz ist kein Wundermann, bei dem es auf Knopfdruck geht. „Das ist ein Prozess, die 60 Minuten musst du komplett über 90 Minuten durchziehen und konsequent verteidigen. “

Schwarz:„ Es tut weh, wie wir verloren“

Schwarz muss schon vor dem Bundesligastart mentale Aufbauarbeit leisten. Er weiß es und sagt: „Es tut heute weh, wie wir verloren haben. Mit diesen Schmerzen und der Enttäuschung müssen wir umgehen. Wir haben auch viele Dinge gut gemacht. Wir werden eine Analyse machen. Und dann haben wir den Liga-Auftakt.“ Ja, das Hauptstadt-Derby beim 1. FC Union am Sonnabend.

Auch der neue Kapitän Marvin Plattenhardt, der einen Elfer verschoss, sah es ähnlich: „Im ersten Spiel raus – das ist nicht schön und fühlt sich schlecht an. In der ersten Halbzeit haben wir einfach und sehr gut gespielt. Es gab sogar Möglichkeiten, noch höher in Führung zu gehen. Weniger gut waren dann die Treffer, die wir kassieren. DWir haben anschließend den Faden verloren und waren nicht mehr so griffig. Obwohl die Power etwas gefehlt hat, haben wir uns trotzdem noch einmal zurückgekämpft. Nun müssen wir regenerieren und uns auf das Derby vorbereiten. Für dieses Spiel haben uns auch die Fans direkt Mut zugesprochen.“

Auch Kevin-Prince Boateng gab sich nach dem Pokal-Aus trotzig bis kämpferisch: „Gegen Mannschaften wie Braunschweig, die dann so fighten, passiert sonst immer mal wieder das Gleiche. Es ist schade, weil viele gute Sachen dabei waren, die wir uns in der Vorbereitung erarbeitet haben – aber es zeigt, dass wir eben weiterarbeiten müssen. Wir sind raus, aber es geht weiter!“

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